Xenodon werneri

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Jensli
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Re: Xenodon werneri

Beitragvon Jensli » Do Apr 06, 2017 8:12

snekpanda hat geschrieben:Wie schauts aus mit der Giftigkeit? Ähnlich wie bei Heterodon nasicus?


Daran habe ich nie einen Gedanken verschwendet. Die Tiere sind absolut harmlos und lassen sich völlig widerstandslos händeln. Mir sind auch keine Angaben aus der Literatur diesbezüglich bekannt.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

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snekpanda
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Re: Xenodon werneri

Beitragvon snekpanda » Do Apr 06, 2017 8:44

Andreas Hohmeister hat geschrieben:Gewaltsam umstellen?!


Die Umstellung an sich wird wohl "gewaltsam" sein müssen anfangs (sprich anfängliche Zwangsfütterung bis sie selber fressen)? Ich meine damit nicht dass das Tier sein leben lang nicht von alleine fressen wird :)

Das mit der Lebensdauer wurde mir nur gesagt. Selber konnte ich noch keine Erfahrung machen mit diesen Schlangen.

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Claus
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Re: Xenodon werneri

Beitragvon Claus » Do Apr 06, 2017 10:27

snekpanda hat geschrieben:
Andreas Hohmeister hat geschrieben:Gewaltsam umstellen?!


Die Umstellung an sich wird wohl "gewaltsam" sein müssen anfangs (sprich anfängliche Zwangsfütterung bis sie selber fressen)? Ich meine damit nicht dass das Tier sein leben lang nicht von alleine fressen wird :)


Nicht unbedingt. Man kann das Futtertier auch verbrämen.

Njoerchie
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Re: Xenodon werneri

Beitragvon Njoerchie » Do Apr 20, 2017 12:35

Andreas Hohmeister hat geschrieben:Gewaltsam umstellen?! Darunter verstehe ich (dauerhafte) Zwangsfütterung. Und die dürfte sich in der Tat kaum lebensverlängernd auswirken... Wenn man frosch- oder echsenfressende Schlangen aber so umgewöhnt, das sie freiwillig und ohne Probleme Kleinsäuger als Ersatzbeute annehmen, ist nicht zwingend davon auszugehen, dass sich dieses negativ auf den Organismus des Tieres auswirkt. Bsp. Leptophis ahaetulla (als Adulti erhalten): 13 Jahre im Terrarium, Futter zu 90 % Kleinsäugerbabies; Oxybelis fulgidus / aenaeus : 10 Jahre, Futter zu 100% Kleinsäugerbabies usw usw. Die einzige froschfressende Spezies, bei der das bei mir nicht funktioniert hat, war tatsächlich Xenodon (merremi): da kamen die Rattenbabies hinten so raus wie sie vorne reingekommen sind...

Hallo Andreas.

Das sind einmal aussagekräftige Altersangaben. :)
Ich bin bei der Gewöhnung von reptilien- und amphibienfressenden Arten an Mäuse als Futtertiere jedoch ambivalenter Meinung.
Ich denke es ist von Art zu Art und auch von Haltung zu Haltung unterschiedlich, wie sich eine Futterumstellung auf die jeweiligen Tiere auswirkt.
Zum einen gibt es wirkliche Spezialfälle unter den Schlangen, wo sich die entsprechenden Arten eben nicht auf Nager als Futter umgewöhnen lassen, ohne an zu erwartender Lebenserwartung einzubüßen. Die besten Beispiele sind hier Micrurus species, Königskobra und bei den Königsnattern u.a. elapsoides und syspila sowie temporalis. Bei Micrurus und Königsnatter verkürzt sich die Lebenserwartung drastisch wenn sie nicht das entsprechend natürliche Futter erhalten (Schlangen und Echsen bei Micrurus, Schlangen bei der Königskobra). Auch die Jungtiere bei den oben erwähnten Lampropeltis (elapsoides einmal außen vor, hier müsste regulär wirklich mit Jungschlangen und -echsen kleiner Arten gefüttert werden, sonst steht einem eine sehr lange Zwangsernährung bevor) - sprich also syspila und temporalis - haben bei Fütterung mit Pinkyteilen eine Ausfallquote von bis zu 100% innerhalb der ersten 1-2 Jahre, sie können anscheinend Mäuse nicht wirklich gut verwerten . Und auch als adulte Schlangen hat man u.U. noch Todesfälle aufgrund von Organverfettung (dies auch bei elapsoides). Ähnliches gilt auch für Coronella austriaca (Schling- oder Glattnatter), wobei hier eine Fütterung mit Pinkys von Afrikanischen Knirpsmäusen deutlich bessere Erfolge zeigt, die Ausfallquote liegt bei den Jungtieren bei nahezu 0%.
Sicherlich lässt sich vieles auch über die Ernährung der Futtertiere regeln, trotzdem sehe ich persönlich die Thematik mit Bedacht.
Hält man viele Schlangenarten/-individuen, dann bedeutet natürlich die Haltung und Zucht von naturnahen Futtertieren wie Echsen oder Schlangen einen enormen sowie zusätzlichen Platz-, Geld- und Zeitaufwand. Allerdings halte ich nur wenige Arten, wo dann die Futterechsenzucht einen willkommenen und zusätzlichen Spaß bereitet.
Letztendlich ist eine naturnahe Futtertierzucht mit entsprechenden Amphibien noch einmal eine ganz andere Sache, zumal bei Froschlurchen ja noch die Lärmbelästigung hinzu kommt. Bei den meisten Amphibien dann auch noch die Thematik Aquaristik. ;)
Und es bleibt die Frage offen wie alt die entsprechenden Arten mit rein naturnaher Fütterung werden könnten.

@Jensli - wer sagt denn dass an solche oder ähnliche Arten gar nicht heran zu kommen ist? Selbst solche Arten wie Lamprophis fiskii werden in den USA hinter vorgehaltener Hand nachgezogen, die Preise für Nachzuchten sind allerdings nicht unerheblich.
Wildfänge sind noch einmal ein ganz anderes Thema. Abgesehen von den Problemen Dehydrierung und Parasiten ist auch noch die Eingewöhnung ins Terrarium von Bedeutung.

Ich denke schon dass gerade die kleinen und unbekannten Schlangenarten immer mehr in den Focus der Terraristik rücken. Beispiele hierfür gibt es genug - Liophis, Storeria, Eirenis, aber auch Xenodon und Schnecken- sowie Grasnattern.

VG, Jörg


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