Zufallsfund aus der Bücherkiste

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Catsnake-Muddi
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Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Catsnake-Muddi » Di Mai 24, 2016 10:58

Moin Moin ihr Lieben,

Ich habe Gestern beim Ausmisten einiger Bücher einen schönen Zufallsfund gemacht

Schlangen Haltung und Pflege von Armin Geus ist schon stolze 50 Jahre Alt und bietet einen
Knappen Überblick über relevante Terrarienschlangen und deren Haltung. Ich erinnere mich
dass meine Mutter mir das Buch vom Flohmarkt mitbrachte, als ich meine erste Kornnatter bekam.

https://www.dropbox.com/sc/b7j3ho8u4a6by6g/AADuFduY54vpJTSqV5z8-Onaa

Kennt ihr dieses Buch oder habt ihr es sogar selbst?
Was habt ihr noch für Terraristik-Oldies im Schrank? :-D

LG
Nadja
"Was kümmert mich das Hügelgräber solang' ich Bier im Kübel hab"?

"Hodor, Hodor Hodor? Hodor!"
-Hodor-

Spielverderber
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Spielverderber » Mi Mai 25, 2016 0:09

Ich bin mir nicht sicher, ob das hier irgendwo rumsteht. Bei so alten Büchern zur Haltung muß man sich heute schon fragen, welchen Nutzwert sie noch haben. In meiner Altpapierkiste schwirren über 100 Jahre alte Titel rum, die heute ebensowenig Nutzwert haben, und nur noch der Sammelleidenschaft dienen. Erstbeschreibungen beispielsweise haben aber in der Tat noch ihren Zweck, bis heute.

Andreas Hohmeister
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Andreas Hohmeister » Mi Mai 25, 2016 8:54

Ha, das hab´ich auch (allerdings eine etwas "neuere" Auflage, Titelbild ist eine wunderschöne Chrysopelea ornata ornata! Ich stöbere gerne in älterer, antiquarischer Literatur. Da sieht man, welchen Wandel die Terraristik in den letzten Jahrzehnten gemacht hat: vom individuellen Hobby mit großen, spannenden Herausforderungen zum drögen, einfallslosen Massenkonsum. Besonders interessant finde ich das Artenspektrum, dass in der Literatur der 60er und 70er Jahre besprochen wird: da werden Arten (damals "Standardtiere") besprochen, die heute keine Sau mehr kennt - leider. Und nomenklatorisch war´s auch weit weniger kompliziert: bei Vipern aus Südamerika gab´s nur Lachesis, Crotalus und der ganze Rest war (automatisch) Bothrops...

PS. Wer kennt noch Johannes Jahn "Kleine Terrarienkunde" oder Helga Menzel-Tettenborn "Das kleine Terrarienbuch"...?

Spielverderber
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Spielverderber » Mi Mai 25, 2016 17:26

Andreas Hohmeister hat geschrieben:Wer kennt noch Johannes Jahn "Kleine Terrarienkunde"


Steht irgendwo in einem Regal, hatte ich schon lange nicht mehr in Händen.
Was waren das Zeiten, als man auf solche Bücher und persönlichen Kontakt zu anderen Haltern angewiesen war, weil es das heute allgegenwärtige www noch nicht gab.

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Jensli
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Jensli » Mi Mai 25, 2016 18:08

Andreas Hohmeister hat geschrieben:Da sieht man, welchen Wandel die Terraristik in den letzten Jahrzehnten gemacht hat: vom individuellen Hobby mit großen, spannenden Herausforderungen zum drögen, einfallslosen Massenkonsum.


Ach je, da sitzen wieder zwei "Früher-war-alles-besser-Nostalgiker" am virtuellen Kaminfeuer. Komisch nur, das sich nie jemand meldet, wenn ich z.B. hier im Forum frage, wer noch alles zur Tagung der AG-Schlangen kommt. Da kann man nämlich ganz old-school und ganz ohne www echte Menschen treffen und sich unterhalten. Habe nur keinen von euch dort gesehen. Heute hat man die Wahl, früher hatte man keine. Das ist alles.
Was sich verändert hat, sind die technischen Möglichkeiten. Man hat heute die Auswahl aus "Instant-Terrarien-Set Plug&Play oder man verrammelt sich für Wochen im Keller und sägt und kleistert sich den Wolf mit Selbstbau-Terrarien. Es liegt doch ganz an einem selbst, was man aus seinem Hobby macht. Und auch heute gibt es noch genug Arten, in deren erfolgreicher Haltung und Nachzucht eine spannende Herausforderung liegt. Und sei es, ehemals etablierte Arten als einer der letzten zu züchten.

Andreas Hohmeister hat geschrieben:PS. Wer kennt noch Johannes Jahn "Kleine Terrarienkunde"


Das war eines meiner ersten Bücher und ich habe stundenlang darin geschmökert.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

Spielverderber
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Spielverderber » Mi Mai 25, 2016 18:38

Jensli hat geschrieben:Habe nur keinen von euch dort gesehen.


Woher willst Du das wissen? Vielleicht war ich da und habe nur das Shirt mit meinem Usernamen drauf vergessen?

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Jensli
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Jensli » Do Mai 26, 2016 9:50

Spielverderber hat geschrieben:Woher willst Du das wissen? Vielleicht war ich da


Beweise?!
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

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Matthias
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Matthias » Do Mai 26, 2016 11:07

Hallo,
bitte bleibt beim eigentlichen Thema, den Büchern. Wer bei der Tagung war oder auch nicht war, ist unerheblich. Es muss sich auch niemand rechtfertigen, warum er da war (oder auch nicht) und hier nicht bescheid gesagt hat ;-)
Gruß
Matthias

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peregrinus
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon peregrinus » Do Mai 26, 2016 11:41

Ich finde ältere Bücher über Tierhaltung jeder Art immer sehr interessant. Mit jetzt Anfang 20 habe ich keine Ahnung, wie das "früher" lief und nur darüber staunen, mich entsetzen oder interessiert annehmen, was man dabei über Tierhaltung vor zig Jahren erfährt.

Vor nicht allzu langer Zeit kam ich an ein Buch über Vogelhaltung aus den 60ern, wo in Taschenbuchformat die Haltung fast aller Familien abgehandelt wird. Hilfreich für irgendwas ist das heute aber keinesfalls mehr: Für die Haltung einheimischer Vögel etwa gab es keine Probleme, der Fang sei zwar verboten, aber mit noch einfach einzuholender behördlicher Anfrage erlaubt. Wer einen Greifvogel zu Hause aufziehen wollte, nähme ihn aus dem Nest und füttere ihn mit Mäusen und Spatzen, die einfach mit dem Luftgewehr zu beschaffen seien. Und Papageien könne man problemlos das Sprechen (ihre wichtigste Eigenschaft natürlich) beibringen, indem man sie von allen Reizen isoliere und nur mit Aufmerksamkeit belohne, wenn man mit ihnen spreche oder sie sprechen würden.

Ich hoffe mal, in den Terraristik-Büchern von anno tuc geht das nicht so wild zu ;-)

Andreas Hohmeister
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Re: Zufallsfund aus der Bücherkiste

Beitragvon Andreas Hohmeister » Fr Mai 27, 2016 7:08

"Ich hoffe mal, in den Terraristik-Büchern von anno tuc geht das nicht so wild zu ;-)" Na ja, bis anno tuc brauch man da gar nicht zu gehen. Selbst TRUTNAU schrieb 1981 in "Schlangen Band 1", das ein Terrarium für eine adulte Lampropeltis california von 80X40X40 cm "vollkommen ausreiche" - und damals wurden die californias noch richtig groß.... Toll auch bei Lilge/van Meuwen ("Handbuch der Terrarienkunde" oder so ähnlich, muss noch mal genau nachgucken) aus den Achtzigern: Chrysopelea ornata mache beim Fressen Probleme, weil manche Exemplare nix anderes außer Echsen oder außer Mäuse (!) annehmen...
Trotzdem: ein Terraienbuch war in den Siebzigern oder Achtzigern immer eine richtige Investition: wenig Auswahl, geringe Auflagen, teuer und manchmal schwer zu bekommen. Auch wegweisende Bücher waren dabei, z.B. von F. Kundert oder G. Nietzke, Szdenek Vogel, Wolfgang Bücherl oder P.H. Stettler. Wohl dem, der diese Prätiosen heute noch (im guten Zustand) hat!


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