Genetikfrage

Hier könnt Ihr Eure Tiere, Nachzuchten oder zu erwartende Nachzuchten mit Bild vorstellen und es können Fragen zu den vorgestellten Tieren gestellt werden.
Reine Angebote ohne Bild und erläuternden Text sowie Gesuche werden auch in diesem Forum nicht geduldet.

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Spielverderber
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Spielverderber » Mi Jan 13, 2016 13:51

Sicher in sofern eine Ausnahme, als daß damals niemand damit gerechnet hat und sowas nicht beabsichtigt war. Ansonsten auch nur eine Frage der Wahrscheinlichkeitsrechnung, bis es sich wiederholt, noch krasser deformierte oder nicht lebensfähige Tiere zur Welt kommen. Wer weiß denn schon, wie groß der Genpool in der heutigen Boa constrictor Farbzucht ist, wie viele Gendefekte und Veranlagungen in den Tieren schlummern und in wievielter Inzuchtgeneration sie bereits vermehrt wurden?
Na ja, hauptsache das Zuchtziel stimmt. :roll:

boa-zucht.ch

Re: Genetikfrage

Beitragvon boa-zucht.ch » Mi Jan 13, 2016 13:59

Schlussendlich können fehlgeburten auch bei wildfarbenen tieren auftreten.

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Ixorfs
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Ixorfs » Mi Jan 13, 2016 15:12

@Spielverderber bitte korrigier mich sollte ich in der Folge falsch liegen!

Fehlgeburten können immer passieren! Jedoch gehe ich davon aus, dass sowohl Spielverderber als auch ich uns daran reiben, das Risiko von Fehlgeburten und deformierten Tieren aufgrund von Profitgier und neuen Absatzmärkten zu maximieren! Hierbei steht das wohl des Tieres schon lange nicht mehr im Vordergrund! Ergo: nicht die Tatsache, dass Fehlgeburten oder Fehlbildungen auftreten können sind das Problem, es ist eher die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit hierfür aus "niederen Gründen" unnötig heraufgesetzt wird und das Lebewesen Schlange zu einem reinen Produkt wird, statt als Lebewesen angesehen zu werden...

Gruß

Thorben
Gruß

Thorben

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vampyr
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Re: Genetikfrage

Beitragvon vampyr » Mi Jan 13, 2016 15:43

Genau das ist was mir bei der ganzen Morphenzucht auch nicht gefällt.
Mißgebildete Tiere werden in Kauf genommen und das kann und darf nicht sein!
Bei Hunde und Katzen darf man ausdrücklich keine Qualzuchten vornehmen, bei Reptilien wird dies aber billigend in Kauf genommen.
Von daher sollte der Gesetzgeber hier einmal ansetzen anstatt bei den so genannten Gefahrentieren welche in der Regel weitaus besser gehalten werden als die meisten Morphen die oft ihr Leben in finsteren Racks fristen müssen.

Gruß vampyr
If you can't stand the heat, get out of the kitchen :evil:

Pepsi
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Pepsi » Mi Jan 13, 2016 16:15

beispielsweise §1 TierSchg gilt selbstverständlich auch für Reptilien. Was sollte denn da der Gesetzgeber ändern? Bei Hunden wird massig Mist gebaut. Beispielsweise der Mops oder die Franz. Bulldogge gilt als Qualzucht, ist allerdings vom VDH gedeckelt. Ich sag immer, wer die Musik bezahlt, bestimmt auch was gespielt wird. Was können die Deppen alle so froh sein das mir das Kleingeld leider ausgegangen ist ...

boa-zucht.ch

Re: Genetikfrage

Beitragvon boa-zucht.ch » Mi Jan 13, 2016 16:35

Liebe Gemeinde. Lasst doch uns Farbmorphen züchter unserem Hobby nachgehn. Wir sagen auch nicht das Reinrassiges Züchten langweilig oder uninteressant ist. Zucht ist Zucht. Was rauskommt sind Tiere die in Gefangenschaft leben.

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KingAS
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Re: Genetikfrage

Beitragvon KingAS » Mi Jan 13, 2016 16:42

Reinrassiges Züchten...... :lol:

Und ja, es kommen gesunde Tiere oder Genkrüppel raus die entweder ein artgerechtes Leben in Terrarien haben, oder eins in dunklen Kisten fristen.

Ich hab auch 10 Jahre lang Mutanten vermehrt und habe aus den schon genannten Gründen mittlerweile davon Abstand genommen, weil ich Tiere mag, keine Farben. (Aber auch meine Mutanten hab ich im Terrarium, nicht in dunklen Kisten gehalten)

Kallabow
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Kallabow » Mi Jan 13, 2016 22:50

Zucht ist nicht gleich Zucht... Eine Zucht ist für mich etwas, wo den Tieren Respekt gezollt wird, wo sie Tiere sein dürfen mit all ihren Bedürfnissen, auf welche Rücksicht genommen wird, wo die weiblichen Zuchttiere nicht gleich wieder belegt werden, sondern ihnen eine Pause gegönnt wird... und wo darauf geachtet wird, dass potentiell gendefekttragende Tiere nicht weiter als "Zuchttiere" mißbraucht werden... alles andere, auch die, die "nur-mal-sehen-wollen", sind, meiner Meinung nach, Vermehrer.... was alles ist und sein kann, bloß nichts, worauf man stolz sein sollte...
Wie gesagt: Meine Meinung!

LG, Sandra

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Matthias
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Matthias » Mi Jan 13, 2016 22:59

Zu einer Zucht gehört immer eine Selektion.

Sollte aus einer Verpaarung Tiere mit Defekten entstehen, sollten beide Elterntiere aus der Zucht genommen werden und die Jungtiere sollten auch nicht im Handel landen, sondern bestenfalls als Futterschlangen verkauft werden, damit sich die Defekte nicht weiter verbreiten. Im Rennen um die nächste hippe Morphe wurde das aber nicht gemacht. Sobald was neues raus kam, wurde es verkauft, egal ob es wobbelt oder nicht. Würde selektiert werden, wäre der Markt nicht so überschwemmt, hätten alle was davon. Der Verkäufer bekommt alles verkauft und der Käufer erhält gesunde Tiere und es sind weniger Tiere auf dem Markt, was die Sache wieder spannender machen würde....hätte könnte sollte würde...

Mit einer Rassezucht, wie man es von Kaninchen, Hunden oder Pferden kennt, hat das absolut nichts zu tun. Es wird meist nur (wahllos) vermehrt, das entspricht dann eher den Promenadenmischungen und Bauernhofkatzen ;-)

PS: Ein Zuchtbuch hilft den Überblick zu behalten.
Gruß
Matthias

Pepsi
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Re: Genetikfrage

Beitragvon Pepsi » Do Jan 14, 2016 8:55

@Kallabow. Zum Gendefekt: Eine amelanistische (albino) Boa besitzt einen Gendefekt, jedoch hat dieser alleine keine Auswirkung für das Tier und dessen Leben im Terrarium. In freier natur sieht das natürlich anders aus aber davon schreiben wir hier nicht. Ich würde sagen, es geht um Defekte die das alltägliche Leben des Tieres im Terrarium negativ beeinflussen. Dazu zähle ich natürlich auch eine Verpaarung zweier amelanistischer Tiere, woduch teilweise nicht lebensfähige oder missgebildete Tiere gezeugt werden.


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