"Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Fragen um das lebende Futter, Zucht, Verabreichung, etc.. Von Mäusen, Ratten, Grillen, Heimchen und vielem mehr

Moderator: Forenteam

timmey04
Mitglied
Beiträge: 79
Registriert: Mo Jul 06, 2015 21:22

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon timmey04 » Mo Dez 28, 2015 0:00

Ixorfs hat geschrieben:So wie ich das sehe, besteht hier nur wenig Grund zu diskutieren oder zu beraten. Der springende Punkt ist einfach, ob du bereit bist im Notfall auch lebend zu füttern, oder ob du es vor dir verantworten kannst, Frostmäuse in "Nicht-Bio-Qualität" zu beschaffen, diese Art der Zucht also zu unterstützen oder eben nicht. Diesen Kampf musst du mit dir selbst führen und ich rate dir hier, lass dich nicht zu sehr von der Euphorie "Ich will eine Schlange haben, alles andere wird schon werden" beeinflussen. So eine Euphorie kann gerade bei der ersten Schlange auch schnell wieder verfliegen. Woher kämen sonst die abgegebenen "Modetiere" die die Tierheime und Auffangstationen füllen? Ich möchte dir hier in keinster Weise unterstellen, dass ich dich nicht für verantwortungsvoll oder gewissenhaft halte, ich will dich lediglich darauf hinweisen, dass vor diesem Interessenverlust niemand sicher ist! Denken wir hier einmal nur hypothetisch weiter: Das Tier sagt dir nun doch nicht zu, da du die kommerzielle Futtertierzucht nicht mehr unterstützen willst, du findest keinen Bio-Händler und dein Tier verweigert das Futter. Was ist dann? Entweder du musst lebend füttern oder es zumindest anbieten, was du nicht möchtest, oder du musst das Tier wieder abgeben und kommst genau in die Situation aus der du gerade zwei Tiere übernehmen willst: Du hast zwei Tiere für die es einen übermäßig gesättigten Markt gibt. Beide "lediglich" wildfarben und keine begehrten Morphen und eins ohne Papiere. Da du dir nie sicher sein kann rate ich dir: Nimm die Tiere nur an, wenn du damit leben kannst (1) im Notfall lebend zu füttern, (2) falls du keinen verlässlichen, dauerhaften Bio-Händler findest auch aus kommerzieller Futtertierzucht zu füttern und (3) die Tiere nicht aufgrund von Problemen einfach wieder abgeben zu können. Solltest du bei einem der Punkte stocken und merken, dass du das nicht kannst, lass die Finger davon und schau dich beispielsweise nach eierfressenden Schlangen der Gattung Dasypeltis um, so schwer es auch fällt!
Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, die Entscheidung musst du alleine treffen, du musst am Ende damit leben können!

Gruß

Thorben



Bin da absolut deiner Meinung und kann das nur unterstreichen.

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon EvaEinfach » Mo Dez 28, 2015 0:27

Spielverderber hat geschrieben:
EvaEinfach hat geschrieben:- Aquarium optimal ausstatten


Du meinst sicher Terrarium?


:lol:
schwimm-könige :lol:

ja, meine ich. hatte heute zu lange die finger in den nassen becken ;-)

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon EvaEinfach » Mo Dez 28, 2015 0:45

Ixorfs hat geschrieben: Nimm die Tiere nur an, wenn du damit leben kannst
(1) im Notfall lebend zu füttern,
(2) falls du keinen verlässlichen, dauerhaften Bio-Händler findest auch aus kommerzieller Futtertierzucht zu füttern und
(3) die Tiere nicht aufgrund von Problemen einfach wieder abgeben zu können.
Solltest du bei einem der Punkte stocken und merken, dass du das nicht kannst, lass die Finger davon und schau dich beispielsweise nach eierfressenden Schlangen der Gattung Dasypeltis um, so schwer es auch fällt!
Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, die Entscheidung musst du alleine treffen, du musst am Ende damit leben können!


hallo thorben, (ferner auch timmey04 :)),

danke für deine gewissenhafte einschätzung, die ich vollkommen unterschreibe. du hast recht, absolut.

mit diesen überlegungen kann ich arbeiten und ich schiebe sie schon hin und her in meinem kopf.
punkt 3 nehme ich absolut ernst - wie bei jedem anderen tier, dass bei mir eingezogen ist. für mich ist es immer eine entscheidung auf lebenszeit,
die ich mir so auch vergegenwärtige. allerdings läuft eine schlange generell auch besser "mit" - kosten- und aufwandstechnisch, z.b. im vergleich zu einem hund oder ähnlichem.
punkt 2 - zuerst mal einen finden ;) ich bin gerade intensiv auf der suche.

punkt 1 - yup, erwischt, ein bisschen. notfallmäßig - ich finde jemanden. kein ding. dauerhafte umstellung auf lebendfütterung für x jahre - mmmmh, wird schwierig, gebe ich wohl zu.

wie wahrscheinlich (nein, ich erwarte keine garantien ...) ist es denn, dass ein königspython tatsächlich von heute auf morgen zum nur-lebendfresser wird?
ich habe auch und gerade diesbezüglich, vielmehr hinsichtlich der ganzen "futtermäklerei" schon viel rumgelesen und bisher eher den eindruck gewonnen, dass das kategorische ablehnen von frostfutter in den allermeisten fällen entweder eher auf fütterungs"fehler" zurückzuführen ist (maus nicht warm genug oder ähnliches) oder die haltung irgendwelche mängel aufweist (temperatur, versteckmöglichkeiten, irgendetwas, das das wohlbefinden beeinträchtigt). oder, noch ein weiterer punkt - es kommt eine spezialisierung dazu innerhalb des frostfutters - nur weiße tiere, nur vielzitzenmäuse oder ähnliches. und: gibt es wirklich so viele python-regius-besitzer, die lebende ratten verfüttern?

im übrigen vielen dank, dass du, dass ihr euch an meinen gedankengängen beteiligt bzw. helft, für mich klarheit in die sache zu bringen.

liebe grüße,

eva.

Jabadabadu
Entlarvter Forentroll
Beiträge: 12
Registriert: So Dez 13, 2015 19:22

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon Jabadabadu » Mo Dez 28, 2015 14:15

Hey Eva :-)


so was ich sagen wollte, es gibt keine Garantie das deine Regius NUR Frostfutter annimmt.Aber für gewöhnlich bleiben sie bei Frost wenn sie es annehmen.


Du musst damit leben,dass es keine 100% Granatie gibt,das es Frostfuttermarken gibt die die Tiere ,,Quallos" töten.Die Wahrscheinlichkeit auf artgerechte Tötung ist höher wenn du eine erwas seriösere Futtermarke nimmst,die auch etwas teurer ist.Ich verwende mommentan Petman.Zwar teurer als die Tiere im OBI aber auch sicherer das es gesunde Tiere waren.


PS: Du musst im Notfall mit Lebend füttern



Mit freundlichen Grüßen und nem guten Rutsch ins neue Jahr

Jababdabaduuuuuuhuhuuuuu

Benutzeravatar
Taurinus
Mitglied
Beiträge: 638
Registriert: So Aug 15, 2004 14:38
Wohnort: Bad Reichenhall

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon Taurinus » Mo Dez 28, 2015 15:12

Jabadabadu hat geschrieben:

...... Du musst damit leben,dass es keine 100% Granatie gibt,das es Frostfuttermarken gibt die die Tiere ,,Quallos" töten.Die Wahrscheinlichkeit auf artgerechte Tötung ist höher wenn du eine erwas seriösere Futtermarke nimmst,die auch etwas teurer ist.Ich verwende mommentan Petman.Zwar teurer als die Tiere im OBI aber auch sicherer das es gesunde Tiere waren ......



Hallo Jabadabadu,

Petman ist meines Wissens nach auch ein Zwischenhändler von Barf und unter anderem auch Reptilien Frostfutter. Die Firma züchtet aber nicht selbst oder irre ich mich da?

Woher die Tiere kommen konnte ich auf der Homepage nirgends lesen, falls ich etwas übersehen habe, bitte ich um Korrektur.
Es ist auch nur ein schlanker Satz bezüglich besonderer Kontrolle der Futtertiere zu lesen. Jetzt fehlt mir nur noch die Definition der besonderen Kontrolle... Ähnliche Sätze haben übrigens alle Vertreiber von Frostfutter auf ihren Webseiten.

Den einzigen Unterschied, welchen ich persönlich bis auf den Preis festellen kann, ist ein erhebliches mehr an Verpackungsmaterial.

Gruß Mario

Jabadabadu
Entlarvter Forentroll
Beiträge: 12
Registriert: So Dez 13, 2015 19:22

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon Jabadabadu » Mo Dez 28, 2015 15:42

Ja du hast schon recht, jedoch ist Petman sehr beliebt und auch bekannt und so seriös.Du hast recht auch da ist es nicht zu 100% sicher, jedoch ist es wahrscheinlicher das eine seriöse Marke wie Petman besser ist wie zum Beispuel diese OBI Ratten die ich nie füttern würd.

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon EvaEinfach » Di Dez 29, 2015 0:12

Ich recherchiere ja weiter ;)
Über Petman bin ich auch schon gestolpert, genauso wie über Junglefood.
Und dann noch über Zoobedarf Hitzegrad, ein teilweise Bio-gehaltener Barfversand mit Reptilienfutter.
Letzterer wirbt mit der Qualität, mit Zoos als Abnehmern genauso wie renommierten Züchtern, auch im Hinblick auf Schlangen.
Wenn ich dann auf die Verpackungen schaue, lese ich "Blijkie BV" und komme über den Namen zu unseren holländischen Nachbarn.
Im Internet findet sich nicht viel zu dem Hersteller - Qualität scheint wohl zu passen, aber mir sieht es schon wieder nach großem, sehr professionellem Betrieb aus ...
Ich mache mich weiter auf die Suche nach meinem kleinen feinen Züchter - den muss es doch geben :-o

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon EvaEinfach » Di Dez 29, 2015 0:15

Jabadabadu hat geschrieben:Du musst damit leben,dass es keine 100% Granatie gibt,das es Frostfuttermarken gibt die die Tiere ,,Quallos" töten.Die Wahrscheinlichkeit auf artgerechte Tötung ist höher wenn du eine erwas seriösere Futtermarke nimmst,die auch etwas teurer ist.


das übliche problem:
billig kann nicht von guter qualität sein.
teuer muss aber auch nicht zwangsläufig toll sein - wie überall *augenroll*

wobei ich glaube, die artgerechte tötung (fieses wort ...) sollte man noch eher hinbekommen als eben ein halbwegs nettes leben.
ich habe jetzt schon die üblichen bilder durch und möchte eigentlich futter vermeiden, wo 587 mäuse in einem schuhkarton zusammensitzen und sich nur von schnellwachspellets ernähren. wegen DIESER tiere - aber auch wegen meines potentiellen tieres. das kann nicht gesund sein.

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1613
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon Spielverderber » Di Dez 29, 2015 0:53

Bleibt doch mal sachlich und lasst persönliche Vorlieben und persönliches Kaufverhalten aussen vor. Woher stammen die Tiere von Anbieter xy? Wie tötet Anbieter xy die Tiere, werden sie schockgefroren oder nur tiefgekühlt, wo findet was statt, welches Veterinäramt kontrolliert, und so weiter. Weiß jemand auch nur eine Antwort? Vermutlich eher nicht. Setzt Euch mit den namenhaften Anbietern in Verbindung und fragt dort an, welchen Einblick sie Euch aufgrund Eurer Bedenken zu geben bereit sind. Wer nichts zu verbergen hat, wird wohl auch unter gewissen Voraussetzungen einen persönlichen Besuch aka Selbstabholung inklusive Führung anbieten.

"Billig" ist hier allgemein das falsche Wort. Preisgünstig ist nicht gleich billig ist nicht gleich schlecht. Es macht aufgrund der Nebenkosten durchaus einen Unterschied, in welchem Land die Tiere "produziert" werden. Der Züchter in Polen muß kein Schlechter sein, der in Deutschland nicht pauschal ein Guter.

Wer glaubt, Nagetiere für diesen Zweck würden in etwas anderem als Makrolonboxen oder vergleichbaren Behältern "produziert" werden, der kommt definitiv um eine eigene Zucht nicht drumherum. Und spätestens dann lernt man die Vorzüge von konventionell produzierten Futtertieren schnell wieder zu schätzen. Ich spreche aus Erfahrung, nachdem ich nach mittlerweile über 15 Jahren eigener Zucht an allen Ecken und Enden an meine persönlichen, räumlichen und organisatorischen Grenzen stosse. Gerade bei sehr wenigen Schlangen "lohnt" sich eine eigene Zucht nicht, und der Aufwand für die Beschaffung vermeindlich geeigneter Futtertiere kann schnell lästig werden, ausserdem vervielfacht das den Anschaffungspreis zusätzlich. Wer so sein eigenes Gewissen beruhigen möchte, soll das tun. Sofern nicht alles 100%ig transparent ist, ist es nichts anderes als das.

Benutzeravatar
rené78
Mitglied
Beiträge: 123
Registriert: So Mai 22, 2011 10:26
Wohnort: Hannover

Re: "Bio"-Frostfutter gesucht für Königspython

Beitragvon rené78 » Di Dez 29, 2015 3:34

Spielverderber hat geschrieben:...

Wer glaubt, Nagetiere für diesen Zweck würden in etwas anderem als Makrolonboxen oder vergleichbaren Behältern "produziert" werden, der kommt definitiv um eine eigene Zucht nicht drumherum.

Genau so sieht es aus, es sei denn ein kleiner privater Züchter wird noch gefunden.

Spielverderber hat geschrieben: Und spätestens dann lernt man die Vorzüge von konventionell produzierten Futtertieren schnell wieder zu schätzen. Ich spreche aus Erfahrung, nachdem ich nach mittlerweile über 15 Jahren eigener Zucht an allen Ecken und Enden an meine persönlichen, räumlichen und organisatorischen Grenzen stosse. Gerade bei sehr wenigen Schlangen "lohnt" sich eine eigene Zucht nicht, und der Aufwand für die Beschaffung vermeindlich geeigneter Futtertiere kann schnell lästig werden, ausserdem vervielfacht das den Anschaffungspreis zusätzlich.


Das tifft dann zu wenn man die Prioritäten entsprechend festlegt.
Ich persönlich werden diesen Vorzug schon deshalb nie schätzen lernen weil ich mich der Maus, der Ratte nicht weniger verantwortlich gegenüber fühle wie ich es dem Reptil tue, für mich wäre die Grenze der Terraristikapazitäten einfach dann erreicht wenn ich dem Futter aus Platz -und va. (und das sage ich als Rentner) zeitgründen nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit schenken kann.
Für mich hat das übrigens nichts mit dem beruhigen eines schlechten Gewissens zu tun denn ich habe nicht im geringsten ein schlechtes Gewissen, ich mache nichts wofür ich eines haben sollte (denke ich).
Und aus genau dem Grund lohnt die Zucht auch für eine einzelne Schlange.

Spielverderber hat geschrieben:Wer so sein eigenes Gewissen beruhigen möchte, soll das tun. Sofern nicht alles 100%ig transparent ist, ist es nichts anderes als das.

Genau.

Es geht zwar nicht um mich aber mein Eindruck ist doch das EvaEinfach das schon ähnlich sieht.


Zurück zu „Futtertiere“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste