Umbau (aus 3 mach 1)

Diskussionen zum Bau und der technischen Ausstattung von Terrarien

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Spike
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Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Spike » Fr Dez 18, 2015 15:50

Hallo,

da mein Umbau langsam aber sicher Gestalt annimmt, wollte ich euch berichten wie es läuft.

Vorab ein --> Link <-- zum Ursprung und ein älteres --> Bild <-- .
Das Terrarium war so ca. 8 Jahre im Einsatz und erlebte dann eine längere und nie fertiggestellte Renovierungsphase. In dieser Zeit hat sich mein Bestand dann immer wieder verkleinert und aus, zu Bestzeiten, 8 Tiere wurden dann aktuell noch 2. Da sich aber eine Baustelle über einen längeren Zeitraum unvorteilhaft auf seinen Lebensraum auswirkt, wird das Terrarium nun komplett umgebaut. Des Weiteren soll sich mein Bestand auf lediglich 1.1 M. viridis ändern (wofür dieses Terrarium dann vorgesehen ist). Zurzeit leben bei mir noch meine beiden ersten Tiere 1.1 L. t. sinaloae (NZ01 und NZ02).

Nun zum Umbau:
Für eine Vorstellung über die Größe des Beckens, 2 Bilder.

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Bild

Das Terrarium wurde anfangs komplett entkernt, die geteilte linke Scheibe der rechten Seite angepasst und das Becken auf 8 Lastrollen mit je 45 kg Traglast gesetzt um eine Verschieben zu ermöglichen um z. B. die dahinterliegende Verkabelung zu erreichen. --> Bild <--
Anschließend wurde das Terrarium von innen mit einer 5 mm Schaumstoff-Isolationsmatte und einer Abdichtfolie für Nasszellen ausgelegt und der Boden wasserdicht gestrichen. Zweck dieser Übung ist es, eine höhere Wärmeisolation und einen Schutz des Holzes vor der hohen rel. Luftfeuchtigkeit zu erreichen. -- > Bild <--
Danach würden L-Profile am innenliegenden Rand der Scheiben angebracht um einen optisch sauberen Abschluß zu haben. Die zweigeteilte Frontscheibe liegt auf rollengelagerte Profile, die an den Unterseiten der Scheiben angebracht sind. Der Vorteil ist hierbei, selbst schwere Scheiben laufen sehr leicht und es kann sich kein Schmutz oder Bodengrund in den Profilen sammeln, wie es bei herkömmlichen Doppel-U-Führungsschienen ist. Die Decke wurde mit einer schwarzen ca. 10 mm dicken Hartgummi-Platte ausgekleidet und die Ränder mit Silikon versiegelt. Auf dem Boden liegt eine angepasste Hohlkammerplatte in der ein Heizkabel eingezogen ist, diese Platte ist ggf. herausnehmbar um bei einem Defekt den Kabel austauschen zu können.
In der Decke befinden sich jeweils 2 versenkte 20 W UV-LED-Schwarzlichstrahler für die Abend-/Nachtbeleuchtung und 2 Halogenstrahler auch mit 20 W für die Tagesbeleuchtung.

Bild

Der nächste Schritt war das Wasserbecken, dieses würde aus 9 mm Acrylplatten gefertigt und die Form an die hintere Wand des Terrariums angepasst. Verklebt wurde es mit speziellem Acrylkleber. Es ist ca. 140 mm hoch und fasst 11 Liter. An der hinteren Seite befindet sich in Überlaufrohr, welches durch die Rückwand führt und in einem Schlauch endet. Dieses soll in einem Wassertank im unteren Schrank enden. Von dem Wassertank aus wird das Wasser über eine Pumpe zum oberen Teil der mittleren Rünckwand befördert und erzeugt so einen Wasserfall (das ist aber noch nicht zu 100 % ausgearbeitet - wird aber folgen).
Der Schrank soll die komplette Elektronik und benötigte sonstige Utensilien fassen und verstecken.

Der erste Teil der Rückwand wurde schon agebracht und muss nun aushärten. Anschließend folgt die andere Seite und das Mittelstück, welches zusätzlich mit einer Teichfolie hinterlegt wird, die im Wasserbecken endet. Die beiden angebrachten L-Profile dienen als Führungsschienen. Die Rückwand wird mit Dekorfliesen aus Leichtbeton verkleidet. Diese sind für den Außenbereich geeignet und wasserfest.

Bild

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Fortsetzung folgt...

Gruß Kai

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Matthias
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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Matthias » Sa Dez 19, 2015 18:58

Hallo,
sieht hübsch aus bisher.

Wie gedenkst du die Luftfeuchte bei der Größe zu halten? Hypertufa?
Gruß
Matthias

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Spike
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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Spike » Di Feb 23, 2016 5:28

Hallo,

Wie gedenkst du die Luftfeuchte bei der Größe zu halten? Hypertufa?

Ich werde es ganz klassisch über tägliches Sprühen und einen feuchten Bodenfrung versuchen. Außerdem hoffe ich, dass de Wasserfall und das beheizte Wasserbecken den Rest erledigt. Es wird sich aber in der Testphase zeigen, ob es so funktioniert.


Update zum Umbau:
In den letzten Wochen hat sich wieder einige getan...
Die beiden übrigen Seitenwände wurden auch mit den Steinen verkleidet und mit farblichen Silikon ober abgedichtet, um einen saubren Abschluß zu bekommen. Die mittlere Wand wurde mit Teichfolie ausgelegt, sodass diese in das Wasserbecken hereinragt und zurecht geschnitten. An den seitlich angebrachten L-Profilen überlappt die Folie diese, damit das fließende Wasser nicht hinter die danebenliegenden Steine gelangt. In der Praxis reichte dies aber nicht aus, so wurde eine Kante aus Silikon geformt, um den Wasserlauf zu begrenzen.

Als nächstes wurde ein Kupferrohr einseiten verschloßen und im rechten Winkel zwei ca. 10 mm lange Ausflußrohre angebracht - diese Rohre lenken den Strahl in Richtung Wand. Das Kupferrohr führt durch die Decke zu einem Sperrhahn, um die durchfließende Wassermege zu regulieren, und mündet in einem herkömmlichen Gartenschlauch, der an der Rückseite des Terrarium befestigt ist, zu der Pumpe (60 W Leistung). Der Ablauf des Wasserbeckens ist ein flexibles Kunststoffrohr mit einem größeren Durchmesser aus der Gartenschlauch und endet in einem Tank der sich im unteren Schrank befindet. Als Wassertank dient mit eine verschließbare Plastikbox mit 22 Liter Fassungsvermögen aus einem bekannten schwedischen Möbelhaus. Der Boden und die Seitenwände der Box sind mit 10 mm Styropor verkleidet und zusätzlich ist die Pumpe auf Gummifüssen gelaget, um die Geräuschentwicklung so gering wie nur möglich zu halten.
Abschließend wurde das Rohr hinter einer mit Steinen verkleideten Leiste versteckt.

Bild

Der Wasserfall erzeugt einen shönen Effekt und lässt das ganze Terrarium schon viel lebendiger erscheinen.
Die nächsten Schritte werden die Anbringung von Ästen (Korkeiche) und die Dekoration mit Kunstpflanzen sein. Dann muss das Holz von außen neu gestrichen werden und die Verkabelung der Sensoren vorgenommen werden.
Die Steuerung des Terrariums wird automatisiert, wofür ich seit 3 Monaten ein eigenes System schreibe - das ist aber ein Thema für sich. ;-)

Gruß Kai

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Jensli » Di Feb 23, 2016 8:42

Top!

Allerdings:

Wird das Wasser gefiltert? Was passiert ansonsten, wenn die Tiere in den Wasserteil koten/urinieren? Wird die Brühe dann schön durch den Wasserfall verschleudert?

Natursteinklinker als Rückwand wirken nicht gerade sehr naturnah für ein Regenwaldterrarium. Ist aber nur meine Meinung. ;-)

Kunstpflanzen??? Irgendwie ist das ganze Projekt nicht ganz zu Ende gedacht, finde ich...
Zuletzt geändert von Jensli am Di Feb 23, 2016 8:45, insgesamt 2-mal geändert.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon vampyr » Di Feb 23, 2016 8:44

Hallo Kai,

Du machst dir mit dem Terrarium wirklich viel Arbeit und alles sieht auch echt Klasse aus.
Aber warum in aller Welt möchtest Du dann Kunstpflanzen verwenden???
Dies würde Deine ganze Arbeit leider zunichte machen.
Gerade bei M. viridis ist eine ansprechende Bepflanzung recht einfach zu realisieren.

Gruß vampyr
If you can't stand the heat, get out of the kitchen :evil:

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Astarot » Di Feb 23, 2016 12:23

Hallo Kai

Optisch macht es ja schon einiges her. Aber über geschmack, fuktionalität usw. gibt es viele Meinungen.

Die Steine/Klinker sind zwar wasserfest natürlich für den Aussenbereich geeignet, aber wie sieht es mit Auswaschungen aus?
Kupferrohre in einem kleinen Kreislauf würde ich ebenfalls vermeiden, da dein Wasser über Zement gebundene Steine läuft.
Deine künftigen Bewohner, werden von Natur aus versuchen im hinteren Bereich den Tag zu verbringen. natürlich kommt es darauf an ob dies auf Grund der Einrichtung möglich ist. Entsprechend würde dann dein Wasserbecken wahrscheinlich zur Toilette.
Ich persönlich würden den Wassertank nicht einbauen, sondern das Becken im Terrarium im Kreis laufen lassen. und eine Möglichkeit schaffen dieses schnell zu entleeren. Der Zusatztank verführt eher dazu, das Wasser länger nicht zu reinigen. Wrenn dies beabsichtigt ist, solltest du über eine vernünftige Wasseraufbereitung nachdenken.
Zum Thema Kunstpflanzen möchte ich nicht viel sagen, ausser, das echte Pflanzen sehr zum guten gesamt Klima beitragen. Aber auch da scheiden sich die Gemüter. Die einen meinen Chondros sollten weitestgehend steril gehalten werden, andere (so auch ich) sind der Meinung Naturnah ist mehr.
Wenn du dauerhaft in deinem Terrarium 1.1 Chondros halten möchtest, ist mein persönlicher Eindruck das dieses Terrarium nicht ausreicht. Bedenke bitte das du eine Möglichkeit hast, die Tiere im Falle wenn, schnell trennen zu können.

Wie gesagt, was oben steht ist mein persönlicher Eindruck, und nur ein grober Überblick über meine Bedenken ;-)

Gruß
Asta

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Spike » Di Feb 23, 2016 22:46

Hallo,

erstmal danke für euer Feedback und euren Verbesserungsvorschlägen.
Wie ich schon sagte, bin ich noch in der 'Bauphase' und noch nicht in der 'Testphase', somit kann ich auch noch nicht sagen, ob alles so funktioiert, wie ich es mir vorstelle. Frei nach dem Satz "Whatever can go wrong will go wrong.", bin ich aber sehr optimistisch, dass alles funktionieren wird. ;-)

Jensli hat geschrieben:Irgendwie ist das ganze Projekt nicht ganz zu Ende gedacht, finde ich...

Das kann ich gut verstehen, jedoch ist es schwierig an alles zu denken, wenn man so ein Projekt bei 'Status quo ante' beginnt. Ich ertappe mich auch häufig dabei, Arbeiten oder Produkte Anderer zu kritisieren und die Meinung zu vertretten "ich hätte es aber Anders gemacht", aber wenn man mit sich ehrlich ist, hat man sich mit dem Entstehungsprozess und der damit verbundenen Arbeit nicht beschäftigt.
Daher verzeihe mit bitte, wenn es noch nicht perfekt ist.


Zu den Steinen kann ich sagen, dass ich bewusst die ausgewählt habe. Ich hatte zuvor eine Rückwand aus Styropor und Fliesenkleber geformt, was mir aber zu viel Raum im Terrarium nimmt und gerade im Bereich der Seitenwände in Richtung de Scheiben schwierig zu gestalten ist. Darum habe ich davon Anstad genommen.
Farblich habe ich bewusst etwas helles gewählt, da das Terrarium von Außen dunkel wird und ich die Äste und die Tiere in einen farblichen Vordergrund rücken will. Durch die raue Struktur der Steine und dem von oben einfallenden Licht, habe ich zusätzlich noch Schattenbildung, die dem Raum mehr Tiefe gibt.

Astarot hat geschrieben:Die Steine/Klinker sind zwar wasserfest natürlich für den Aussenbereich geeignet, aber wie sieht es mit Auswaschungen aus?

Laut Hersteller kommt es nicht zu Auswaschungen, aber ob dies wirklich der Wahrheit entspricht, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Astarot hat geschrieben:Kupferrohre in einem kleinen Kreislauf würde ich ebenfalls vermeiden, da dein Wasser über Zement gebundene Steine läuft.

Könntest du mir sagen, warum du es nicht verwenden würdest? Gibt es eine Reaktion von Zement und Kupfer?
Wenn es dir um die Bildung von CuO und Cu2O geht, sollte bei einer stätigen Wassersäule der Anteil an O2 eher gering sein und es so auch nicht zu einer Korrosion kommen.

Astarot hat geschrieben:Ich persönlich würden den Wassertank nicht einbauen, sondern das Becken im Terrarium im Kreis laufen lassen.

Also meinst du, die im Schrank befindliche Box weglassen und die Pumpe direkt in das Wasserbecken im Terrarium setzen?
Das halte ich für eine laute und auch unansehnliche Sache.

Astarot hat geschrieben:Wenn du dauerhaft in deinem Terrarium 1.1 Chondros halten möchtest, ist mein persönlicher Eindruck das dieses Terrarium nicht ausreicht.

Könntest du das bitte weiter ausführen?

Astarot hat geschrieben:Bedenke bitte das du eine Möglichkeit hast, die Tiere im Falle wenn, schnell trennen zu können.

Ein Ausweichbecken ist natürlich vorhanden, ich habe immer 1 - 2 leere Becken, die temporär ein Ausquatieren der Tiere möglich macht.


Zum Wassenbecken und -fall ist allgemein zu sagen, das ich bisher keinen Filter eingebaut habe, aber schon mit dem Gedanken gespielt habe. Das Harn und Kot im Wasser landet ist wohl unumgänglich, daher ist eine regelmäßige Reinigung angedacht. Das Wasserbecken ist so konzipiert worden, dass es herausnehmbar ist.


Mit dem "Kritikpunkt: Kunstpflanzen" habe ich schon gerechnet, jedoch bin ich im Terrarium kein Freund von echtem Grünzeug. Da habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Auch wenn ich mir bewusst bin, dass Pflanzen für eine höhere Luftfeuchtigkeit sorgen können.

So long,
Gruß Kai

Astarot
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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Astarot » Mi Feb 24, 2016 1:49

Könntest du mir sagen, warum du es nicht verwenden würdest? Gibt es eine Reaktion von Zement und Kupfer?


Kupfer wird durch Zementauswaschungen zersetzt, welche Stoffe bei diesen Leichtbetonriemchen sonst noch ausgewaschen werden könnten ist nicht bekannt.
Also meinst du, die im Schrank befindliche Box weglassen und die Pumpe direkt in das Wasserbecken im Terrarium setzen?
Das halte ich für eine laute und auch unansehnliche Sache.


Die Pumpe läßt sich leicht ausserhalb anbringen, zb. in die Ablaufleitung. An den meißten Aquarienpumpen können Schläuche direkt angeschlossen werden. Du könntest dann sogar das Wasser abpumpen. Hinter der Pumpe auf der Druckseite ein Doppelnippel im Schlauch einsetzen, dann kannst du ihn da trennen zum entleeren.

Wegen der Größe:
Meiner Meinung nach können sich die tiere nicht richtig aus dem Weg gehen, eine Größe von 120x80x80 cm hat sich für die Paarhaltung von Vorteil erwiesen. dein terrarium wirkt zwar augenscheinlich groß, ist aber auf Grund der Form eher klein. Durch die Dreieckform verringert sich die Fläsche erheblich. Die Höhe finde ich Okay. Erschwerend durch die Form in Verbindung mit der Höhe wird es nicht einfach die Temperaturzonen zu schaffen und gleichzeitig eine entsprechende Luftzirkulation zu schaffen.Du brauchst im oberen tagsüber eine Zone mit ca 31-32 grad auf Liegehöhe, eine weiter Zone um die 28-29 grad.... und eine grundtemperatur um die 26-27 grad... ich glaube nicht das die Bodenheizung mit den zwei 20 watt Strahler das entsprechend schaffen. Nachts kann es etwas kühler sein da wäre dann die Bodenheizung als alleinige Wärmequelle. wenn noch möglich solltest du vielleicht auf der rechten Seite auch ein Heizkabel im oberen drittel einbauen, damit du dieses eventuell zuschalten kannst.

Ich selbst habe in letzter Zeit ein Sechseckterrarium für M. Viridis gebaut, und ich kann dir aus Erfahrung sagen es wird einiges an tüftelei sein bis du die klimaverhältnisse im richtigen einklang bringst. ich habe tage damit zugebracht im Rohbau zu tüfteln damit ich die temperaturzonen hinbekomme, danach war testen testen angesagt wegen der Be/entlüftung und die temperatur zu halten, am ende blieb mir nichts anderes übrig als die Zuluft vor zu wärmen.
Ich möchte dir dein Projekt weder madig machen noch ausreden, nur nahe legen bevor du alle Wände fertig hast, teste die Beheizung und Zuluft, dann hast du die Möglichkeit entsprechende Änderungen vor zu nehmen..
Wenn du noch gezielte Fragen hast melde dich, ich bin gerne bereit, diese mit dir durch zu sprechen.

Gruß
asta

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Spike » Sa Mai 28, 2016 16:09

Hallo,

Update zur Planung:
Da sich in den letzten Wochen nichts am Terrarium getan hat, da es bin zum Einsatz noch ein gutes Jahr dauert. In der Zwischenzeit habe ich es jedoch getestet und weitere Änderungen in Planung.

Als Erstes werde ich auf echte Bepflanzung umsteigen, ich habe mich die letzten Wochen mal mit einigen Kollegen (auch Schlangenhalter) unterhalten und einige Tipps und Erfahrungsberichte bekommen. Außerdem teste ich gerade eine Pflanze in meinem vorläufigen M. viridis-Becken und habe keine negativen Erfahrungen gemacht.
Somit ist der Kritikpunkt schonmal aus der Welt.

Des Weiteren wird das Terrarium um eine Beregnugsanlage erweitert, hierzu wurden schon erste Überlegungen gemacht - jedoch noch nicht ausgereift, daher keine genauere Ausführung zu diesem Thema.


Astarot hat geschrieben:Kupfer wird durch Zementauswaschungen zersetzt, welche Stoffe bei diesen Leichtbetonriemchen sonst noch ausgewaschen werden könnten ist nicht bekannt.

Ich habe mich zu diesem Thema mal mit einer alten Kommilitonin (Bau-Ing.) unterhalten.
Laut aktuellem Stand der Forschung ist das richtig, an einer Möglichkeit dieses Problem zu beheben wird noch geforscht. Nach ihrer Aussage, muss ich mir aber keine Sorgen machen. Bei den Dimensionen meiner Unternehmung, ist die Zersetzung des Cu zu gering. Der Übertäter ist das CaO (Calciumoxid) welches bei der Auswaschung entsteht. Sie hat mir einige Bilder gezeigt, bei denen die Rohre sehr verschlissen waren, jedoch stammen diese aus alten Schwimmbädern.
Trotzdem danke für die Anmerkung.

Astarot hat geschrieben:Die Pumpe läßt sich leicht ausserhalb anbringen, zb. in die Ablaufleitung. An den meißten Aquarienpumpen können Schläuche direkt angeschlossen werden. Du könntest dann sogar das Wasser abpumpen. Hinter der Pumpe auf der Druckseite ein Doppelnippel im Schlauch einsetzen, dann kannst du ihn da trennen zum entleeren.

Ich werde es bei meine aktuellen System belassen, werde es jedoch noch um eine Filtereinheit erweitern.


Und hier mal ein Bild meines Neuzugangs (Aru). Das Tier ist von Mitte Januar und seit gut 6 Wochen in meinem Besitz. Die erste Häutung (unter meiner Obhut) lief perfekt und es ist ein sehr gieriger Fresser.

Bild

Bild

Ich werde es auch erstmal bei einem Tier belassen!

Gruß Kai

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Re: Umbau (aus 3 mach 1)

Beitragvon Spike » Do Nov 09, 2017 4:09

Hallo,

nachdem nun einige ereignislose Monate vergangen sind, kann ich euch mitteilen, dass das Terrarium nun fertig eingerichtet, getestet und das Tier bereits umgezogen ist.
Da meine Bilder leider nicht mehr verfügbar sind und ältere Beiträge sind nicht bearbeiten lassen um so die Link zu aktualisieren, nochmal ein Bild des letzen Stands.

Bild


Update zum Umbau:
Zunächst wurden die Korkeichenäste angebracht, diese wurden zurechtgeschnitten und mit der Rückwand verschraubt. Ich habe mich für Korkeiche entschieden, da sie mir optisch zusagten und durch die lange Lagen-/Trocknungzeit ideal für ein Klima mit hoher rel. Luftfeuchtigkeit sind.

Dann wurde eine Beregnungsanlage mit zwei Feinsprühdüsen mit einem Sprühwinkel von 80° und einem Durchsatz von 0,073 L/Min. bei 12 bar, in vorderen Bereich des Beckens an die Decke montiert (auf dem Bild leider nicht zu sehen). Die Schläuche laufen durch den Lichtkasten, entlang der Rückseite in den Schrank, wo sie mit einer Pumpe und einem 5 L-Wassertank verbunden sind.
Auch wenn die Pumpe nur wenige Minuten am Tag läuft, ist der Geräuschpegel schon recht hoch, darum wurde sie auf einer absorbierenden Matte gestellt.

Als Bodengrund verwende ich eine ca. 4 cm dicke Schicht aus Kokoserde-Sand-Gemisch.
Da ich mich für echt Pflanzen entschieden habe, habe ich zwei Philodendron-Arten, Moos und mehrere Bromelien angebracht. Alles Pflanzen deren natürlicher Lebensraum der Regenwald ist. Auch wenn fast alle Pflanzen Luftwurzler sind, habe ich mich dazu entschieden sie nicht komplett ohne Erde anzubringen. Hierzu habe ich mir einen Jutesack besorgt, ihn in Rechtecke zerschnitten und die Bepflanzung so mit etwas Erde an den Stämmen befestigt. Der Vorteil, überschüssiges Wasser kann ablaufen und die Wurzeln können sind bei Wachstum durch das Gewebe drücken, zudem ist es unauffällig. Gedanken mache ich mir nur um die Zersetzung, aber das wird sind im Laufe der Jahre zeigen.

Zum Schluss wurde die Verkabelung angebracht. Hierzu gehören:
- 2x Steckerleisten
- 1x Micro-Computer
- 2x Temperatur-/Feuchtigkeits-Sensoren
- 1x LCD-Display
- 1x Wasserstand-Sensor für den Tank der Beregnungsanlage

Die von mir geschriebene Software steuert das Terrarium völlig eigenständig. Auch wenn in den ersten Tagen einige Bugfixes notwendig waren, läuft nun alles. (Vorzüge der Software und Klimadaten können bei Bedarf nachgereicht werden.)

Bild

Bild
Das Tier ist nun ca. 22 Monate alt und ca. 80 - 90 cm groß.

Gruß Kai


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