Problem mit Fogger

Diskussionen zum Bau und der technischen Ausstattung von Terrarien

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Spielverderber
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Spielverderber » Di Mai 30, 2017 23:33

Locker bleiben. Wenn die Umgebungstemperatur deutlich zu hoch ist, ist eine Klimaanlage eine absolut sinnvolle Idee. Ich selbst habe mich damit auch auseinandersetzen müssen, und für so ein Ding entschieden. Du mußt nicht ausfallend werden, nur weil Du für Dein Projekt bisher wenig positives Feedback bekommen hast, und nun bereits am Frühsommer scheiterst.

Ich weiß nicht, was an meiner Frage wo die Fühler positioniert sind, so dumm sein soll. Wenn Du nicht antworten magst, Deine Entscheidung.

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Jensli
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Jensli » Mi Mai 31, 2017 8:39

Hobirath hat geschrieben:Übrigens, für alle die mein Vorhaben mit der Beregnungsanlage belächelt haben ein kleiner Auszug aus meiner Luftfeuchtigkeitsstatistik.
Und für die, die gemeint haben die Anlage läuft eh nie, die Anlage schaltet im Schnitt am Tag 30-40 mal (je 2 Sekunden), hauptsächlich natürlich abends um die Luftfeuchtigkeit anzuheben.


Belächelt hat dich eigentlich niemand. Eher für einen - ich formuliere das mal freundlich, um nicht wieder ermahnt zu werden - beratungsresistenten Sturkopp gehalten. Je mehr Technik, desto mehr mögliche Fehlerquellen. Dass du bei allem Technik-Overkill nun auch noch ein Temperaturproblem hast (siehe deinen anderen Thread) spricht Bände. Bezeichnend auch, dass dir nicht die enorme Amplitude in deiner Grafik auffällt, die mitnichten dein geniales Technikverständnis demonstriert, sondern deine Inkompetenz unterstreicht, ein simples Kornnatternterrarium mit relativ konstanten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverläufen zu betreiben. Ein Unterfangen übrigens, das die meisten Anfänger mit einer simplen OSB-Kiste mühelos und ohne großen Technik-Aufwand hinbekommen.
Ich empfehle dir als Hobby eine Modellbaueisenbahn: da kannst du jede Menge Steuer- und Regeltechnik verbauen und deinem Nerdtum völlig freien Lauf lassen...
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Matthias
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Matthias » Mi Mai 31, 2017 11:13

Hallo,
bitte sachlich bleiben.

Die Frage mit den Fühlern ist berechtigt. Die Luftfeuchtigkeit in der Nähe eines Spots ist anders als 1cm über dem feuchten Bodengrund in einer schattigen Ecke. Da niemand hier den Aufbau kennt, kann auch niemand mit Sicherheit sagen, ob alles richtig funktioniert... Ich kann dazu nur sagen, dass ich in "Regenwald"-Terrarien weniger sprühe, trotz Gazedeckel.

Wie ich bereits vorher schon sagte, reicht ein bepflanztes Terrarium für eine Kornnatter aus. Durch die verschieden feuchte Erde entsteht automatisch das richtige Mikroklima. Ein gelegentliches Sprühen von 1-2 mal pro Woche feuchtet die Erde etwas nach.
Gruß
Matthias

Seppuko
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Seppuko » Mi Mai 31, 2017 12:05

Hallo Hobirath,

Wie sind die beiden Düsen deiner Beregnungsanlage denn durch das Terrarium verteilt? Ich stelle mir das für das Tier sehr komisch for 30-40 mal am Tag für 2 Sekunden von oben besprüht zu werden, wo doch nachts die Luftfeuchtigkeit durch die sinkende Temperatur eh ansteigen wird. Wenn du Pech hast kann das zu Lungenerkrankungen und/oder Pilzinfektionen führen.

Ich habe jetzt selbst gerade meine Schlange aus der Quarantäne in das neue Terrarium gesetzt und alles was ich tue um meine Luftfeuchtigkeit konstant zu halten ist momentan das Giessen meiner Pflanzen und das Anbieten einer großen Wasserschale um meine Luftfeuchtigkeit konstant auf einem Level zwichen 65% und 75% zu halten. Ich giese die Pflanzen nach Gefühl und sprühe wirklich selten , auch nur um den Boden nicht voll austrocknen zu lassen und meinen Asseln und Springschwänzen einen förderlichen Lebensraum zu bieten. Desweiteren habe ich 2 Messpunkte an den beiden gegenüberliegenen Seiten sitzen um das Temperaturgefälle zu sehen, daher ist es durchaus interessant zu wissen wo du deine/n messfühler sitzen hast.

Luftfeuchtigkeit ist ja immer relativ, das sie von der Temperatur abhängig ist.

Ich finde toll das du dich für die Automatisierung verschiedener Abläufe so interessierst das du das nicht nur als Arbeit sondern auch noch als Hobby betreibst aber vielleicht solltest du dem Tierwohl zur Liebe nicht auf diese technische Anlage sondern mehr auf Gefühl und eigene Kontrolle der Messinstrumente zählen. Der tägliche Kontrollgang zum Terrarium um nach dem Rechten zu sehen bleibt dir doch sowieso nicht erspart.Kontrolltechnik finde ich klasse, auch wenn man sich Daten direkt zum Smartphone senden lassen kann, aber im Zweifelfall möchte ich doch derjenige sein der bestimmt das gesprüht werden muss, da ich über meine Beobachtung des Terrariums doch weis wie sich das Klima darin verhält.

Gruß

Sascha

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Jensli
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Jensli » Mi Mai 31, 2017 13:04

Seppuko hat geschrieben: Wie sind die beiden Düsen deiner Beregnungsanlage denn durch das Terrarium verteilt? Ich stelle mir das für das Tier sehr komisch for 30-40 mal am Tag für 2 Sekunden von oben besprüht zu werden, wo doch nachts die Luftfeuchtigkeit durch die sinkende Temperatur eh ansteigen wird. Wenn du Pech hast kann das zu Lungenerkrankungen und/oder Pilzinfektionen führen.



Das alles wurde ihm (auch durch mich) mehrfach haarklein erläutert. Er wollte davon nichts wissen. Und du hast völlig Recht: gerade das tägliche hantieren und überprüfen des Terrariums mit Sichtung der Tiere ist doch das, was einem Spaß macht. Sonst kann ich mir auch eine Gummischlange auf die Fensterbank legen. Die macht noch weniger Arbeit.
Wenn er eine vollelektronisch überwachte Tierhaltung anstrebt, ist er in der Aquaristik vielleicht besser aufgehoben, dort machen solche Steuer- und Regeltechniken durchaus Sinn und sind sogar inzwischen bei Großaquarien Standard, inkl. computergesteuertem Wasserwechsel, CO2-Düngung, Beleuchtung, Temperatursteuerung, sogar Fütterung über Automaten, die nur noch beschickt werden müssen.
Oder eben doch eine Modelleisenbahn... :roll:
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Matthias
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Matthias » Mi Mai 31, 2017 13:21

Hallo,
Jensli hat geschrieben:wenn er eine vollelektronisch überwachte Tierhaltung anstrebt

dagegen spricht ja nichts. Aber die Automation sollte sinnvoll sein. Man kann die Pflanzen im Terrarium z.B. mit Tropfern oder ähnlichen Systemen automatisch bewässern. Ich habe auch ein Set Gardena Micro Drip hier liegen. Habe es aber noch nicht geschafft es mal testweise einzubauen. Auch das simulieren eines richtigen Gewitters oder Regenschauers wäre eine nette Abwechslung (sowohl für den Betrachter, als auch für den Bewohner des Terrariums). Wetter und wechselnde Lichtverhältnisse (z.B. durch bewölkten Himmel) sind ein Schritt in Richtung "Environmental Enrichment". Eine Kamera zur 24/7 Dokumentation des Verhaltens des Bewohners wäre auch nett.

Die Grundidee ist gut und unterstützenswert, die aktuelle Umsetzung etwas fragwürdig.
Gruß
Matthias

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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Volker Ebensberger » Do Jun 01, 2017 9:16

Matthias hat geschrieben:Auch das simulieren eines richtigen Gewitters oder Regenschauers wäre eine nette Abwechslung (sowohl für den Betrachter, als auch für den Bewohner des Terrariums). Wetter und wechselnde Lichtverhältnisse (z.B. durch bewölkten Himmel) sind ein Schritt in Richtung "Environmental Enrichment". Eine Kamera zur 24/7 Dokumentation des Verhaltens des Bewohners wäre auch nett.


So etwas in der Art habe ich mir auch schon überlegt, ich dachte da an einen Raspery oder Arduino den man mit div. Tools ausrüsten kann und sich die Ergebnisse dann aufs Handy zieht Leider scheitert meine Fantasie an meinen EDV Kenntnissen :-D
Gruß Volker
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Jensli
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Jensli » Do Jun 01, 2017 11:14

In einem Paludarium lasse ich mir das noch gefallen: https://www.youtube.com/watch?v=iTFUBGccK6Q

Aber ansonsten ist das doch Spielerei und erinnert schon wieder an den Modellbahnbau...
Sinnvoll ist das vielleicht noch im Zoo als Zuschauerbelustigung, im Exotarium bei uns in Frankfurt z.B. gibt es zweimal täglich ein künstliches Gewitter in der Krokodilanlage. Aber in einem mickrigen Wohnzimmerterrarium...naja, irgendwie albern und leicht pubertär...
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Volker Ebensberger
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Volker Ebensberger » So Jun 04, 2017 3:07

Wenn es funktioniert und er seinen Spaß dabei hat ist es meiner Meinung nach alles erlaubt das dem Tier nicht schadet. Geschmäcker sind zum Glück verschieden also warum nicht? Ich kann ihn verstehen und der Teufel steckt nunmal im Detail. Darum hat er ja vermutlich gefragt, besser als solange rum machen bis wirklich was passiert, oder?
Gruß Volker
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Spielverderber
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Re: Problem mit Fogger

Beitragvon Spielverderber » So Jun 04, 2017 20:59

Volker Ebensberger hat geschrieben:Wenn es funktioniert


Richtig, WENN. Tut es aber nicht.


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