Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Diskussionen zur Einrichtung und Gestaltung von Terrarien und zur Gestaltung von Rückwänden

Moderator: Forenteam

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon EvaEinfach » Mo Jan 04, 2016 0:21

Hallo liebe Foristen,

nachdem es jetzt wohl doch "ernst" wird und demnächst Python-Zuwachs im Haushalt ansteht, geht es ans Terrarium einrichten -
mehr oder weniger.
Einige werden meine ersten beiden Threads bereits vielleicht gelesen haben - ich übernehme einen, sehr wahrscheinlich aber zwei Python-Männer,
die davor aus schlechter Haltung stammten. Beide jetzigen Besitzer geben mir die fertigen Terrarien dazu ab, die bereits soweit eingerichtet sind.
Technik ist drin, dazu komme ich sicherlich an späterer Stelle noch einmal - mir geht es jetzt eher um den Einkauf, den ich tätigen muss, bevor die Männers hier aufschlagen ;)
Ein Terrarium ist komplett aus Styrodur gestaltet mit Rückwand, das andere aus OSB mit ebenfalls selbst gestalteter Rückwand.
Den Rest an Einrichtung muss ich mir mehr oder weniger noch besorgen.

Ich dachte zwecks Bodengrund an:
- Walderde - mal sehen, ob ich irgendwo etwas abgekratzt bekomme bei den Temperaturen :-o :lol:
- Pinienrindenmulch
Das erscheint mir nach meinen Vorrecherchen am besten.
Welches Verhältnis empfehlt Ihr? Und - vorher irgendwas ausbacken, nein, oder?

Dann ist geplant:
Kork"zeugs", Weinrebe - der jüngere Mann klettert wohl recht gerne und stellt sich auch nicht ganz blöde dabei an ;)
Der ältere ist ein reiner Bodenlieger.
Und natürlich:
noch ein bis zwei Höhlen - was empfehlt Ihr? Ton heizt sich vermutlich zu sehr auf, Keramik ist wohl besser, Resin?
Wasserschale
Wetbox - gibt es irgendwo schöne Exemplare oder muss ich basteln?

Mich treibt gerade auch und vor allem die Bepflanzung um, die ich möglichst naturnah haben mag.
Zum Naturell der Tiere - der jüngere Mann ist sehr gechillt, liegt oft auch tagsüber offen unter dem Wärmespot, ist ein neugieriges und sehr friedfertiges, gar nicht ängstliches Tier. Der ältere liebt Verstecke und ist vermutlich auch derjenige, der leichter mal in Stress kommen könnte - hier möchte ich eine dichte Bepflanzung haben.

An möglichen Pflanzen habe ich bisher herausgesucht:
- Sanseverien/Bogenhanf
- Zamioculcas zamiifolia/Glücksfeder
- Dracaena deremensis/Drachenbaum --> welche Unterarten?
- Ceropegia woodii/Leuchterblume
- Clerodendrum thomsoniae/Schicksalsbaum
Welche Erfahrungen gibt es mit den Pflanzen, was hält sich gut?
Und - sind eventuell folgende, allesamt aus Zentralafrika stammende (oder zumindest dort auch beheimatete) Pflanzen auch geeignet?
- Adenium Obesum/Wüstenrose
- irgendeine Sorte Cyperus
- Dorstenie
- Gasteria verrucosa/Hirschzunge
- Porzellanblume (Hoya spec.)
- Cissus rotundifolia
- Tillandsien/Bromelien

Getrocknete Gräser hätte ich auch gerne und ein bisschen Laub - ist das völlig egal, was es ist? Was nehmt Ihr?

Danke schon mal im voraus :)

Viele Grüße,

Eva

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1613
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon Spielverderber » Mo Jan 04, 2016 0:26

Bitte die Quarantäne nicht vergessen, egal was die jetzigen Halter behaupten. Kein neu erworbenes Tier sollte direkt in ein voll eingerichtetes Terrarium gesetzt werden, es sei denn man ist bereit alles wieder zu entsorgen und die Arbeit ein zweites mal in Kauf zu nehmen.

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon EvaEinfach » Mo Jan 04, 2016 1:01

Spielverderber hat geschrieben:Bitte die Quarantäne nicht vergessen, egal was die jetzigen Halter behaupten. Kein neu erworbenes Tier sollte direkt in ein voll eingerichtetes Terrarium gesetzt werden, es sei denn man ist bereit alles wieder zu entsorgen und die Arbeit ein zweites mal in Kauf zu nehmen.


nun ja, die beiden männer würden ja ihr jeweisl eigenes zuhause mitbringen, in dem sie jeweils weiter drin wohnen werden.
nur hätte ich gerne halt mehr pflanzen bzw. bekomme auch nicht von jedem alles mit (wasserschale, etc.).

da würde ich, vor allem was den älteren, doch etwas sensibleren mann angeht, von einer quarantäne absehen, zumal sie mir in dem falle auch nicht ganz einleuchtet, oder sehe ich das falsch? sollte jetzt doch, wider erwarten, irgendetwas sein, dann müssen eben grund und pflanzen raus, fände ich jetzt nicht soo wild (für mich).

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1613
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon Spielverderber » Mo Jan 04, 2016 1:30

Kannst Du Endo- und Ektoparasitenbefall mit 100%iger Sicherheit ausschliessen? Vermutlich nicht, also ist Quarantäne angebracht. Natürlich kannst Du die in voll eingerichteten Terrarien durchführen, mußt halt im Fall der Fälle alles entsorgen. Ich frage mich nur, wohin willst Du dann mit den Tieren, während deren Terrarien desinfiziert/behandelt werden?

EvaEinfach
Mitglied
Beiträge: 40
Registriert: Mo Dez 14, 2015 3:45

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon EvaEinfach » Mo Jan 04, 2016 3:04

Spielverderber hat geschrieben:Kannst Du Endo- und Ektoparasitenbefall mit 100%iger Sicherheit ausschliessen? Vermutlich nicht, also ist Quarantäne angebracht. Natürlich kannst Du die in voll eingerichteten Terrarien durchführen, mußt halt im Fall der Fälle alles entsorgen. Ich frage mich nur, wohin willst Du dann mit den Tieren, während deren Terrarien desinfiziert/behandelt werden?


Unter Vorbehalt - eigentlich schon.
Der ältere Python ist seit ca. drei Jahren bei dem jetzigen Besitzer und war mehrfach in medizinischer Behandlung.
Der jüngere wurde gerade durchgecheckt, nachdem er übernommen wurde aus der schlechten Haltung.
Beide Besitzer machen mir einen sehr guten, seriösen und wissenden Eindruck und haben mir auch schon zig Sachen erklärt.

Insofern würde ich jetzt mal davon ausgehen, dass alles ok ist, lasse es aber noch checken.
Trotzdem würde ich die Tiere gerne in ihren jetzigen Terrarien belassen, die ja mit ihnen umziehen.
Bodengrund würde ich eben (z.T.?) tauschen, ein paar Sachen ergänzen, ein paar neue dazu.

Sollte sich später der Fall einer Behandlung ergeben - soweit war ich ehrlich gesagt noch nicht mit der dezidierten Information und Entscheidung :oops:
Ich würde entweder für kurze Zeit auf Racks/Ikea-Boxen umsteigen inklusive Heizmatten und Co. oder eben noch auf die Schnelle ein anderes Terra besorgen.

Ist das Vorgehen total daneben?
In Anbetracht dessen, dass ich die Chance eines übersehenen Befalls als gering einschätze (wegen der Vorbesitzer, deren Versiertheit, Ehrlichkeit, Wissen etc.), die Tiere nicht unnötig stressen mag, sie einzeln sitzen und ich darüber hinaus im Falle der Fälle auch bereit wäre, dann eben alles zu tauschen ... würde ich die Tiere gerne einfach so in ihren Terrarien belassen und nur für den eigentlichen Transport aus ihrem Zuhause nehmen.

Benutzeravatar
Jensli
Mitglied
Beiträge: 654
Registriert: Fr Jul 17, 2015 15:12

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon Jensli » Mo Jan 04, 2016 11:09

Spielverderber hat geschrieben:Kannst Du Endo- und Ektoparasitenbefall mit 100%iger Sicherheit ausschliessen? Vermutlich nicht, also ist Quarantäne angebracht. Natürlich kannst Du die in voll eingerichteten Terrarien durchführen, mußt halt im Fall der Fälle alles entsorgen. Ich frage mich nur, wohin willst Du dann mit den Tieren, während deren Terrarien desinfiziert/behandelt werden?


Das ist doch Overkill und falsch gedacht. Die Tiere befinden doch bereits in den Terrarien! Sollte der Befund einer Kotprobe positiv ausfallen, muss das Terrarium ohnehin komplett ausgeräumt und erneuert werden, dann kann man das Tier solange in eine Quarantänebox setzen. Ist der Befund negativ, ist das Umsetzung unnötig gewesen.

Also Eva, deine Vorgehensweise ist völlig richtig gedacht, lass dich nicht verrückt machen.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

Benutzeravatar
calgy
Mitglied
Beiträge: 1574
Registriert: Do Dez 04, 2008 23:00
Wohnort: Löhne

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon calgy » Mo Jan 04, 2016 11:53

EvaEinfach hat geschrieben:Ich dachte zwecks Bodengrund an:
- Walderde - mal sehen, ob ich irgendwo etwas abgekratzt bekomme bei den Temperaturen :-o :lol:
- Pinienrindenmulch
Das erscheint mir nach meinen Vorrecherchen am besten.
Welches Verhältnis empfehlt Ihr? Und - vorher irgendwas ausbacken, nein, oder?


Bei der Walderde gibt es vereinfacht gesagt 2 Schichten, die oberen 10-20cm sind lockerer Blatthumus, darunter ist meist lehmiger Boden (je nachdem wo man wohnt). Ich würde von beiden Schichten mind. 1/4 nehmen, der Lehm gibt Stabilität und der Blatthumus enthält die meisten nützlichen Organismen. Das kannst du dann mit Rindenmulch strecken, ist aber nicht nötig, reiner Waldboden funktioniert auch. Nicht backen, das tötet alles Leben ab, dann kannst du dir das in den Wald gehen sparen und gleich nen Sack Blumenerde nehmen...


Dann ist geplant:
Kork"zeugs", Weinrebe - der jüngere Mann klettert wohl recht gerne und stellt sich auch nicht ganz blöde dabei an ;)
Der ältere ist ein reiner Bodenlieger.
Und natürlich:
noch ein bis zwei Höhlen - was empfehlt Ihr? Ton heizt sich vermutlich zu sehr auf, Keramik ist wohl besser, Resin?
Wasserschale
Wetbox - gibt es irgendwo schöne Exemplare oder muss ich basteln?


Weinrebe finde ich jetzt nicht wirklich naturnah, ich würde wenn ich sowieso schon im Wald bin, mal Ausschau nach schönen Ästen halten. Als Höhlen nehme ich Korkröhren, sieht besser aus als nen Blumentopf, der aber auch funktioniert.

An möglichen Pflanzen habe ich bisher herausgesucht:
- Sanseverien/Bogenhanf
- Zamioculcas zamiifolia/Glücksfeder
- Dracaena deremensis/Drachenbaum --> welche Unterarten?
- Adenium Obesum/Wüstenrose
- Bromelien


- Sanseverien bekommt mein 150g Gecko schon klein, bzw. bricht die Blätter ab, so dass es unansehnlich aussieht.
- Zamioculcas sind robuster, kann funktionieren.
- Dracaena gehen, wenn sie schon nen robusten Stamm haben, sind aber hochwüchsig.
- Adenium sind ein Hobby von mir, davon habe ich 20+ Pflanzen, aber keine im Terrarium, die Blätter brechen sehr leicht ab, dann tritt stark giftiger Milchsaft aus.
- Bromelien, mit Guzmania sp. habe ich gute Erfahrungen gemacht.

- Die Klassiker sind Efeutute sowie Ficus pumila, die gehen immer.

Getrocknete Gräser hätte ich auch gerne und ein bisschen Laub - ist das völlig egal, was es ist? Was nehmt Ihr?


Ja, egal.

Ist das Vorgehen total daneben?
In Anbetracht dessen, dass ich die Chance eines übersehenen Befalls als gering einschätze (wegen der Vorbesitzer, deren Versiertheit, Ehrlichkeit, Wissen etc.), die Tiere nicht unnötig stressen mag, sie einzeln sitzen und ich darüber hinaus im Falle der Fälle auch bereit wäre, dann eben alles zu tauschen ... würde ich die Tiere gerne einfach so in ihren Terrarien belassen und nur für den eigentlichen Transport aus ihrem Zuhause nehmen.


Völlig in Ordnung, würde ich nicht anders machen.
MfG Sebastian

Benutzeravatar
peregrinus
Mitglied
Beiträge: 554
Registriert: Fr Aug 16, 2013 23:52

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon peregrinus » Mo Jan 04, 2016 12:40

Bei den Pflanzen ist alles möglich, sofern das Klima passt und sie, falls nicht stabil, für den Python unbelastbar arrangiert werden. Westafrikanische Pflanzen sind natürlich am passensten, z.B. die genannte Zamie oder auch Leuchterblumen (Ceropegia). Mit beiden habe ich gute Erfahrungen, mein adultes Tier hat sie in den letzten zwei Jahren nicht kleinbekommen und sie wachsen wie verrückt.

Auf eine hässliche Plastik-Wetbox lässt sich hervorragend eine halbe Korkröhre auflegen, dann ist sie nicht mehr sichtbar.

Ton/Keramik ist als Versteck beides gut geeignet, ich hatte aber noch nichts davon direkt unter dem Spot, daher kann ich zu deinen Bedenken nichts sagen. Grundsätzlich ist aber positiv, dass die Materialien die Wärme nach Abschaltung der Wärmequelle länger halten. Aus diesem Grund würde ich auch den ein oder anderen Natur(-sand)stein einbringen, wenn es zur Kulisse passt.

Achja, auf dem Boden liegen bei mir hauptsächlich Blätter meiner Pachira aquatica, das sieht nicht so "europäisch" aus wie Waldlaub. Die Pflanze wirft hin und wieder Blätter ab und die wandern dann ins Terrarium.

Benutzeravatar
Matthias
Administrator
Beiträge: 2145
Registriert: So Apr 06, 2008 11:16

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon Matthias » Mo Jan 04, 2016 12:53

EvaEinfach hat geschrieben:Clerodendrum thomsoniae

Die hatte ich auch bei meinen Königspythons drin. Wuchs am Anfang recht langsam. War recht pflegeleicht und hat auch geblüht. Die Pflanze ist sehr robust, selbst die Blüten sind nur selten kaputt gegangen.
Gruß
Matthias

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1613
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Naturnahes Terrarium Python Regius - Einkaufsliste, kann wer mal? :)

Beitragvon Spielverderber » Mo Jan 04, 2016 13:04

Wenn hier schon von einem "Overkill" im Zusammenhang mit der Notwendigkeit einer Quarantäne die Rede ist, wundert es mich nicht mehr, warum sich so viele Parasiten so konsequent in Terrarien etablieren konnten.

Soweit natürlich richtig, die Tiere sitzen bereits in den Terrarien, und wenn es bereits irgendeinen behandlungsbedürftigen Befall geben sollte, dann ist das eben so. Die Situation ist doch aber folgende, wenn ich nicht irre: Tiere und Terrarien müssen erst zu den neuen Besitzern transportiert werden, dort dann neuer Bodengrund sowie komplett neue Bepflanzung. Was wird mit den Tieren in der Zeit? Testlauf zur Kontrolle der Haltungsparameter soll ausfallen, weil die Terrarien ja schon in Betrieb waren/sind?

Ich weise vielleicht einmal zu oft und zu energisch auf Quarantäne hin, allerdings weiß ich auch was passieren kann, wenn man sie ignoriert, wenn man anderen blind vertraut oder glaubt alles besser zu wissen. Es gibt Studien die katastrophale Ergebnisse zu Tage förderten, z.B. hinsichtlich Viruserkrankungen. Niemand muß sich verrückt machen, aber wenn man schon die Chance hat mit simplen Methoden vieles auszuschliessen, warum sollte man es nicht einfach tun? Die Tiere müssen in diesem Fall doch eh eine gewisse Zeit in Boxen oder sonstwelchen Behältern sitzen.


Zurück zu „Terrarieneinrichtung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast