Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Diskussionen zur Einrichtung und Gestaltung von Terrarien und zur Gestaltung von Rückwänden

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Mugelinho3
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Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Mugelinho3 » Sa Aug 06, 2016 12:56

Hallo zusammen,

ich hoffe mal das Thema ist hier richtig? :oops:

Als ich Gestern in stundenlanger "Gartenarbeit" mein Epicrates-Terrarium "neu" gemacht habe, viel mir auf, dass ich wohl doch nicht, wie gedacht, immer allen Kot abgesammelt habe. :-(

Das Tier kotet grundsätzlich unter der Erde, womit sich ein Auffinden äußerst schwierig gestaltet, es sei denn ich reiße alle 10 Tage die frisch verwurzelten Planzen aus der Erde und grab das ganze Terrarium um! :-?

Nun hab ich schon viel über weiße Asseln und Springschwänze gelesen, allerdings nicht wirklich etwas konkretes darüber, ob Sie auch mit solchen Kothaufen fertig werden!

Bei Fröschen und Echsen soll es aber wohl sehr gut funktionieren.

Was habt Ihr für Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Gruß

Mugelinho

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Matthias
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Re: Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Matthias » Sa Aug 06, 2016 13:23

Hallo,
wenn es genug sind, werden sie damit auch fertig ;-)

Damit so ein lebender Bodengrund richtig funktioniert muss die Erde immer leicht feucht und mind. 10cm hoch sein. Dann ordentlich Asseln und Springschwänze rein und etwas Laub und Totholz zum "anfüttern". Es wird etwas dauern, bis das ganze System richtig läuft.

In meinem Corallus Terrarium ist eine ca. Esslöffelgroße Portion nach ca. 2-5 Tagen komplett verschwunden. Fellreste dauern mit am längsten.
Gruß
Matthias

Spielverderber
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Re: Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Spielverderber » Sa Aug 06, 2016 16:42

Ich habe selbst Epicrates c.c. und meine Zweifel, daß das so klappen wird, ohne selbst regelmäßig zu reinigen. Matthias hat zwar im Grunde Recht, es kommt auf die Menge eingebrachter Nützlinge an - adulte Regenbogenboas hinterlassen allerdings deutlich mehr als eine "esslöffelgroße Portion". *g*

Lebender Bodengrund ist gut und schön, dazu rate ich auch gern. Anstatt nun eine unverhältnismässig große Menge weiße Asseln und Springschwänze einzusetzen, sollte man lieber stattdessen auf mehrere unterschiedliche Nutzlinge bauen und ein natürliches Gleichgewicht anstreben. Ich liebäugle bei solchen Projekten oft mit diversen Schnecken, wobei das natürlich auch von der Bepflanzung abhängt.

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Matthias
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Re: Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Matthias » Sa Aug 06, 2016 17:24

Hallo,
bei Walderde sind sowieso viele verschiedene Helferlein enthalten. Ich entdecke immer wieder mal was neues im Terrarium :lol:

Ich habe auch gezielt Regen/Rotwürmer eingesetzt um der Verdichtung des Bodens etwas entgegen zu wirken. Nach gut 4 Monaten sind noch immer Würmer vorhanden. Diverse Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer, Asseln, Springschwänze, Spinnen und was weiß ich noch alles sind auch unterwegs. Meine Pflanzen nehmen bis heute keinen Schaden durch die ganzen Insekten. Die fressen nur brav das Laub und alles was so runter fällt.
Gruß
Matthias

Mugelinho3
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Re: Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Mugelinho3 » So Aug 07, 2016 8:00

Servus und Danke für Eure Antworten!

Die Variante mit Blumenerde und Erde aus der Natur hatte ich anfangs auch im Terrarium, hatte das aber recht schnell wieder verworfen, da mir das total versumpft ist. :-?

Mein Bodengrund sieht im Moment so aus, dass ich eine 5cm hohe Blähtonkugelschicht mit einem Drainagevlies abgedeckt habe und darauf 10cm Kokoshumus aufgefüllt habe, darüber liegen dann auf 1/3 der Grundfläche Moosplatten und in einem kleinen Eckteil nochmal etwas trockene Pinienrinde um eine Trockeninsel zu schaffen. Als Wasserbecken steht ein kleines Auqarium (50x30x30) mit Pumpe, Kies, Mangrovenwurzel, paar Wasserpflanzen und 3 kleinen Antennenwelsen zur Verfügung (Welse nur Leihgabe bis sie größer sind, dann kommen Posthornschnecken rein)

Die Bepflanzung besteht aus einem Schwertfarn, zwei Efeututen, einer Kletterfeige und einer Zamie.

Der Bodengrund ist immer feucht, ich bringe alle 1-2 Tage knapp nenn Liter Wasser mittels Pumpsprüher ein um die LF auf 70% zu halten, das sollte also kein Problem sein. Auch mit Totholz kann ich in Form eines großen Kletterasts dienen, der blättert in diesem Klima gerne seine weiche Rinde ab! :-D

Laub kann ich leider nur paar abgestorbene Blätter der Kletterfeige anbieten, die beiden Efeututen...sind epidemisch und die Zamie konzentriert sich auf Ihre bloße Anwesenheit. 8-)
Wie sieht`s denn da mit Schnecken aus, ich glaub die fressen keine Efeututen oder? :-o

Das Tier ist ein Weib aus 02/13, ist 145cm lang und wiegt 1150gr, gefüttert wird alle 2-3 Wochen eine Ratte Large (100gr), also soooo groß sind Ihre Hinterlassenschaften nicht, auch wenn sie sicher nicht auf einen Esslöffel passen und unserem Kater die Schamesröte ins Gesicht treiben würden! :lol:

Ich hab gesehen dass ein Zooladen in der Nähe Zuchtansätze von Springschwänzen und Asseln anbietet, würdet ihr es bei meinem Terrarium mal probieren, oder wäre es doch reine Geldverbrennung, 6€ je Ansatz auszugeben?

Wenn ich meiner Freundin erzähl, dass da jetzt noch Schnecken und/oder Würmer reinkommen, hält sie mich endgültig für nenn Nerd!! :lol:

Würden heimische Schnecken denn überhaupt dieses tropische Klima vertragen?

Vielen Dank für Hilfe

Gruß

Mugelinho

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Matthias
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Re: Asseln und Springschwänze gegen Epicrates-Kot

Beitragvon Matthias » So Aug 07, 2016 13:33

Hallo,
mit den Springschwänzen und Asseln machst du erstmal nichts verkehrt. Offensichtlichen Kot entfernst du weiterhin selbst und der Rest wird von den Helfern bearbeitet. Du musst halt beobachten, wie gut das ganze funktioniert. Wenn du beim nächsten Reinigungsintervall deutlich weniger Kot in der Erde findest, ist das Experiment geglückt.

Zu den Schnecken kann ich dir nichts genaues sagen. In meinem Corallusbecken kriechen ein paar (vermutlich einheimische) Schnecken rum, allerdings sind die sehr sehr klein und noch nicht lange genug da um feststellen zu können, ob sie sich halten. Wie gesagt, Pflanzen wurden bisher nicht angefressen (zumindest hab ich nichts gesehen).
Gruß
Matthias


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