Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Hier geht es um die Haltung von Nattern.

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judgedave
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von judgedave » Di Mai 23, 2017 18:39

Nun gut. Dann werde ich das Tier natürlich zuallererst in die Quarantäne schicken und zeitgleich das Terrarium einrichten und einlaufen lassen. Ich geh mal davon aus, dass eine Braplastbox von 20x20x20 cm zu klein für ein Jungtier ist, oder?
Freundliche Grüße
Dawid

Volker Ebensberger
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von Volker Ebensberger » Di Mai 23, 2017 18:53

Kannst Dir ja mal die ReptilTV Sendung über die Quarantäne ansehen, er behandelt auch das Thema "Quarantäne beim ersten Tier"

https://m.youtube.com/watch?v=EriMCRDe2XY
Gruß Volker
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Matthias
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von Matthias » Di Mai 23, 2017 19:06

Hallo,
judgedave hat geschrieben:Ich geh mal davon aus, dass eine Braplastbox von 20x20x20 cm zu klein für ein Jungtier ist, oder?
für einen Schlüpfling ist das ausreichend. Die passen zusammengerollt in einen Flaschendeckel ;-) Versteck (z.B. ein Stück halbierte Küchenrolle) und Wassernapf rein - fertig. Als Bodengrund kannst du für die Quarantäne Zewa nehmen. Ein paar Blätter kannst du klein reißen, dann kann sich das Tier etwas "eingraben".
Gruß
Matthias

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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von judgedave » Fr Mai 26, 2017 17:01

Hi,

ich hab noch ein Anliegen bzgl. der Nachttemperatur im Sommer. Es kann nämlich ab und an vorkommen, dass an sehr heißen Tagen die Zimmertemperatur nachts so gut wie nicht abfällt. Da können dann auch mal die Temperaturen bis zu 30 Grad betragen. Reagiert die Schlange empfindlich auf solche Temperaturen in der Nacht?
Freundliche Grüße
Dawid

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Jensli
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von Jensli » Fr Mai 26, 2017 18:38

Das Problem habe ich im Sommer auch (Süd-West-Lage). Tage- manchmal sogar wochenlang pendelt das Wohnungsthermometer dann höchstens zwischen 29 und 27°C. Zum Glück mag ich Wärme und hasse Kälte. :-D
Meinen Schlangen hat es bisher noch nicht geschadet, sie verhalten sich ganz normal wie immer und gehen noch nicht einmal ins Wasserbecken.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

judgedave
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von judgedave » Di Mai 30, 2017 17:42

Hi,

dann werde ich mal beobachten müssen, wie das Tier auf die Temperaturen reagieren wird. Ansonsten muss ich Platz in einem anderen Raum schaffen.

Ich hätte da nochmal eine Frage zum Quarantänebecken. Könnte ich statt Zeitungspaper, Kückenpapier etc. auch Weichholzgranulat (z.B. das Tierwohl Super) nutzen? Die Milbenkontrolle müsste doch auch auf diesem Substrat gut möglich sein... Und diesen könnte ich dann auch einfach immer wieder auswechseln, wenn mal wieder eine Reinigung des Behälter ansteht (ist dann halt bestimmt mit höheren Kosten verbunden, aber mich würde es nicht stören).
Zudem könnte sich die Heterodon nasicus auch besser einbuddeln, wenn es ihr mal zu warm wird... Stichwort hohe Temperaturen im Zimmer.
Freundliche Grüße
Dawid

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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von Spielverderber » Di Mai 30, 2017 22:58

Du kannst den Bodengrund frei wählen, solange die für das Reptil nötigen Bedingungen geschaffen werden können, und die Quarantäne nicht beeinflusst wird. Einen Milbenbefall würdest Du vermutlich trotzdem erst dann sehen, wenn er ein potentielles Problem ist. In Bezug auf Milben daher immer auch die direkte Umgebung des Quarantänebehälters einbeziehen.
judgedave hat geschrieben:Zudem könnte sich die Heterodon nasicus auch besser einbuddeln, wenn es ihr mal zu warm wird... Stichwort hohe Temperaturen im Zimmer.
Kleintierstreu oder anders benannte vergleichbare Produkte werden praktisch keine Möglichkeit bieten, dem Tier Abkühlung darin zu verschaffen. Oder wie hoch wolltest Du das Zeug einbringen?

judgedave
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von judgedave » Di Mai 30, 2017 23:31

Hi,

Sorry, da hatte ich nicht richtig nachgedacht. Mit Kleintiereinstreu ist das wohl wirklich schwer machbar. Bin wohl noch mit dem Gedanken beim Endterrarium mit dem Sand-Erde-Gemisch...

Die Einfühlhöhe des Einstreus hatte ich mit etwa 5-10cm eingeplant.

Und für eine Abkühlung steht ja auch noch die angebotene Wasserschale zur Verfügung.

Ich werde die Temperaturen einfach im Auge behalten, das Verhalten der Schlange beobachten und richtig handeln.
Trotz höheren Temperaturen bei uns in Bremen in den letzten Tagen waren es in dem Zimmer höchstens 29 Grad am Tage und durch Lüften des Zimmers am Abend konnte ich die Temperatur auf bis zu 25 Grad drücken. Aber der Hochsommer kommt ja noch...
Freundliche Grüße
Dawid

Spielverderber
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von Spielverderber » Di Mai 30, 2017 23:38

Auch anderer Bodengrund wird bei der Einfüllhöhe, die im Zimmerterrarien realistisch erscheint, in Hinblick auf die Umgebungstemperatur, kaum die Möglichkeit zur Abkühlung darin bieten können. Wenn das Zimmer in dem das Terrarium steht bis zu 29°C heiss ist und nachts nur mühsam auf bis zu 25°C abgesenkt werden kann, was sollen dann 10cm Bodengrund erreichen? Das Tier wird sich instinktiv darin vergraben, aber halt nicht wirklich abkühlen können. Man kann mal 5 Euro in ein Messgerät mit Fernfühler investieren, und den dann im Bodengrund anbringen. Das sollte verdeutlichen was ich meine.

judgedave
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Re: Planung für H. nasicus (Terrarium, Einrichtung, Technik etc.)

Beitrag von judgedave » Mi Mai 31, 2017 0:24

Hi,

für das Quarantänebecken könnte sich das in der Tat als schwierig erweisen. Ich hatte aber für das Endterrarium nun die Idee den Bodengrund relativ hoch einzurichten (ca.20cm). Die untere Schicht soll aus lehmhaltiger Erde aus dem Wald bestehen (u.a. auch der ideale Bodengrund für grabende Vogelspinnen). Warum ich Lehmerde verwenden würde, versuche ich jetzt mal anschaulich zu erklären. Ich wollte nämlich einen kleinen Trick anwenden, auf den ich mal im Internet gestoßen bin. Dieser funktioniert in etwa so, dass ich einen länglichen Luftballon so im Terrarium positioniere, dass die Größe des Luftballons später den vorhandenen Raum der Höhle vorgibt. Auf diesen Ballon wird dann der Lehmboden draufgeschüttet bzw. fest angedrückt (aber nicht zu fest, sonst platzt er vorzeitig). Der Eingang der Höhle sollte beim Einfüllen mit einberechnet werden! Ist nun der komplette Lehmboden eingefüllt, lässt man ihn für eine bestimmte Zeit aushärten, damit er fest und stabil wird (Lehmboden kann getrocknet steinhart werden! Ich spreche aus Erfahrung, da ich den für meine Vogelspinnen nutze) Ist man nun zu diesem ersten Erfolg gekommen, ist der nächste Schritt den Ballon vorsichtig zum Platzen zu bringen und die Ballonreste aus der nun fertigen Höhle herauszuholen. Das Endergebnis ist dann eine sehr naturnahe Höhle, ähnlich einem verlassenen Nagerbau (Heterodon nasicus nutzen solche Bauten in der Natur, soweit ich mich erinnern kann). Die obere Schicht des Bodengrunds besteht dann aus lockerer Erde, in die sich die Schlange dann auch mal eingraben kann. Nun denn... Alles verstanden? ;)

Ich weiß, das hört sich alles ziemlich tricky an. Ein Terrarium für eine Schlange ist schließlich immer noch was Anderes als ein kleines Terrarium für eine Vogelspinne... Nun ja, die entscheidende Frage ist jetzt auch, ob eine solche Höhle niedrigere Temperaturen bieten kann, damit sich das Tier zurückziehen kann. Vielleicht ist sogar ein weit höherer Bodengrund vonnöten...

Was meint ihr zu dem Vorhaben!
Freundliche Grüße
Dawid

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