Beulen an der Kloake

Hier geht es um die Haltung von Nattern.

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Hanakristina
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Beulen an der Kloake

Beitrag von Hanakristina » Di Jan 02, 2018 14:33

Hallo ihr Lieben,
in der Silvesternacht ist mein Kornnatter-Opa verstorben. Ich vermute es stark, weiß es aber echt nicht genau... Also, er bewegt sich nicht mehr (Weiteres weiter unten).
Der Opa ist schätzungsweise 32 Jahre alt, 15 Jahre davon lebte bei mir.
Gestern morgen fand ich ihn liegend, es sah aus wie schlafend, aber er hatte es nur noch halb aus der Toilette (eine große Kork Wand) geschafft.
Da halten sich meine Lieben nur auf, wenn sie müssen...
Er hatte immer mehr geschlafen, geklettert ist er schon länger nicht mehr, seit drei Monaten hat er nicht mehr gefressen, seine Reaktionen wurden immer weniger. Zum Essen zwingen konnte ich ihn auch nicht, da hatte er sich immer durchgesetzt. Seit 1 Monat hatte er dann in Höhe der Kloake links und rechts jeweils eine Beule, die ihm wohl auch unangenehm war. Berührung dort mochte er gar nicht. Die Ärztin vermutete einen Tumor und es wurde auch eine OP versucht. Laut Bericht der Ärztin gab es aber keinen Tumor. Sie hatten gerade mal die Haut geöffnet und da floss schon jede Menge Blut raus, und es hörte nicht auf zu bluten. Die Blutungsursache bzw. die Quelle konnte aber nicht gefunden werden, also wurde die Blutung gestoppt und die Wunde vernäht. Die Beulen waren dann zwar weg, aber laut Ärztin würden die wiederkommen. Das kam dann auch so.

Direkt nach der OP ging es dem Opa prächtig, denn das Schmerzmittel wirkte noch und hatte vielleicht auch stimmungsaufheiternde Wirkung.
Er ging sofort auf Entdeckungstour (es ist ein sehr großes Terrarium) und suchte seine Mitbewohner. Nach kurzer Zeit lagen wieder seine beiden Mädels bei ihm.
Also die Beulen kamen wieder und fressen wollte er nicht, allein schon das Verabreichen der Antibiotika war für ihn schlimm.
Da war selbst an eine Minimaus nicht zu denken... die muss ja hinten wieder raus, und wenn die Kloake ein Problem hat, da würde ich auch nichts essen.
Aber nun... es war klar, dass er nicht ewig lebt. Wie kann ich sicher gehen, dass er nicht nur durchhängt. Ich will ihn ja nicht lebendig begraben...!
Er ist kalt. Aber das ist er meistens. Er bewegt sich nicht. Aber das war immer mehr der Fall. Er reagiert nicht auf Berührung der Beulen, könnte aber zu schwach sein. Er züngelt nicht. Auch das war schon länger nicht mehr. Ich spüre keinen Puls, aber der wurde eh immer schwächer die Tage.
Er hat überhaupt keine Totenstarre, ist flexibel und weich wie ein Handschuh. Er riecht auch nach nichts. Ab wann erklärt man eine Schlange für tot?

Danke schon mal,
Hanakristina

Volker Ebensberger
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Re: Beulen an der Kloake

Beitrag von Volker Ebensberger » Di Jan 02, 2018 16:17

Erstmal tut mir leid für deinen Senior. Wenn das Alter stimmt hat er zumindest ein biblisches Alter erreicht in dem man sterben darf.
Vor dem Problem stand ich auch schon mal mit einer Gartenboa, damals wurde mir gesagt das man es am besten an den Augen sieht ob sie noch lebt. Leider konnte ich keinen Unterschied feststellen :cry: ich hatte das "Glück" das sie mit offenen Maul starb und als nach einem Tag die Maulstellung unverändert war erklärte ich sie für Tod.

Da ich sie obdukttieren lassen wollte habe ich sie kurzerhand eingefroren da es Freitag Nacht war. Am Montag morgen erklärte mir dann der Arzt das eingefrorene Tiere nicht mehr untersucht werden können da die Eiskristalle das Gewebe zerstören. Also bitte nicht eingefrieren wenn du noch einen padologischen Befund willst
Gruß Volker
(Mitglied des DGHT und DV-TH)

Ich grüße jeden der mich mag und der, der mich nicht mag kann mich gern haben

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