Einstiegs-Terrariengröße Boa

Diskussionen zur Haltung von Boas und Pythons.

Moderator: Forenteam

Boafan76
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: Mi Dez 13, 2017 23:52

Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Boafan76 » Do Dez 14, 2017 0:15

Hallo zusammen,

nachdem ich meine Vorstellung erledigt habe, muss ich auch gleich mal meinen ersten Thread absetzen.
Nach längerer Recherche habe ich mich für die Anschaffung einer bzw. von zwei Boa´s entschieden.
Welche Rasse? - Da ich nicht züchte, sollen es Farbmorphen werden da mir diese sehr gut gefallen,
und die basieren nach meinem Wissen zumeist auf kolumbianischen Imperatoren.
Das die Freunde gut zwei Meter werden, und Ausgewachsen auch nichts gegen einen Hasen zwischen den Zähnen haben, ist mir bewusst.

Daher bezieht sich die Frage auf das erste Terrarium wenn man sich eine ca. einjährige Boa anschafft, viele werden mit ~ 50 cm angeboten.
Ich gehe mal davon aus, das es nicht ideal ist diese gleich ins End-Terrarium zu setzen? Sondern man hier erst mit einem kleineren startet?
End-Terrarium ist geplant mit 250x100x100 - bzw. es sind 2 geplant die übereinander sozusagen eine Terrarienwand bilden.
Bau erfolgt aus Melaminharz beschichtete Möbelplatten da die Freunde ja doch eine hohe Luftfeuchtigkeit gerne haben.

Sind hier mehrere Stufen von Größen zu Empfehlen, wenn welche?
Oder reicht eines, welche Größe?, und danach ins End-Terrarium?
Oder kann man die tatsächlich gleich ins End-Terrarium setzen?

In der Literatur wird sich immer auf die Formel des Gutachtens bezogen, aber kein Wort zu finden ob man klein startet und das Terrarium mit dem Tier wachsen soll, oder nötig ist, oder welchen Weg man einschlagen soll.

Wäre über Eure Erfahrungswerte oder Ratschläge hoch erfreut und dankbar.

Grüße Florian

Benutzeravatar
Jensli
Gesperrter Account
Beiträge: 667
Registriert: Fr Jul 17, 2015 15:12

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Jensli » Do Dez 14, 2017 9:01

Boafan76 hat geschrieben:Welche Rasse? -
Das Wort ist in der Terraristik absolut fehl am Platz, vergiss das ganz schnell wieder, sonst outest du dich sofort als totaler Anfänger. ;-) Was du meinst nennt man Farbformen oder -Morphen oder auch Lokalformen, wenn sich Tiere verschiedener Herkunft äußerlich unterscheiden.

Wikipedia: "Rasse wird taxonomisch heute nur noch für Haustiere und Kulturpflanzen verwendet (vgl. Artikel Haustierrasse). Die Verwendung in der übrigen Biologie ist seit den 1950er Jahren immer seltener und erfolgt dann nicht mehr im taxonomischen Sinn. Heute bezeichnet man die natürlich entstandene Vielfalt innerhalb einer Art als genetische Variation. Der Begriff Rasse ist wissenschaftlich zunehmend obsolet, er kommt mehr und mehr außer Gebrauch."
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

Benutzeravatar
Ixorfs
Mitglied
Beiträge: 160
Registriert: Mi Jun 10, 2015 17:39

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Ixorfs » Do Dez 14, 2017 9:30

Um auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Grundsätzlich ist es möglich, die Tiere von Anfang an in ihr Terrarium zu setzen (natürlich erst nach der Quarantäne). Du solltest dann allerdings darauf achten, dass genügend Sichtschutz für die Tiere vorhanden ist, sodass sie sich sicher fühlen können. Ansonsten kannst du auch das Endterrarium bauen und dieses mit Trennwänden verkleinern, diese dann aber nach und nach entfernen.
Gruß

Thorben

Boafan76
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: Mi Dez 13, 2017 23:52

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Boafan76 » Do Dez 14, 2017 9:45

Jensli hat geschrieben: Das Wort ist in der Terraristik absolut fehl am Platz, vergiss das ganz schnell wieder
Danke für die Info, hab mir das heute morgen bei der Autofahrt auch gedacht... gemeint war "Unterarten".
Mal wieder die Finger beim Tippen schneller als das Hirn.

Grüße

Florian

Boafan76
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: Mi Dez 13, 2017 23:52

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Boafan76 » Do Dez 14, 2017 10:09

Danke Thorben, denke ich werde es mit dem großen Terrarium versuchen und für ausreichend Versteckplätze und Sichtschutz sorgen.
Die Abtrennung ist auch interessant, aber dann muss ich evtl. die ganze Elektronik umbauen... da evtl. der Keramikheizstrahler den Tieren auf
die Mütze brennt und der Temperaturverlauf auch nicht mehr so sauber ist... Beleuchtung (für den Besitzer) vermutlich auch versetzt werden muss.
Wenn es für die Tiere ok ist, und bei den Boa´s das Futterverweigerungsproblem ja nicht so ausgeprägt sein soll wie bei den Königspythons, denke ich
ist das die einfachste Lösung.

In dieser Größenordnung wird es von der Heizung ja keine echte Alternative geben als Keramikstrahler?
Für Panels ist es zu hoch, für Bodenheizung auch... und nur über Spots ist der Raum mit ca. 22 Grad doch grenzwertig in der Nacht... ganz auf
Beheizung in der Nacht zu verzichten.

Hab mir alternativ auch überlegt den Boden mit Heizkabel zu versehen welche ich in Heizungsestrich wegen der Wärmespeicherung und Abgabe einlasse, und oben Heizungspanele anbringe, also Sandwich-Toaster-Prinzip.
Aber denke durch die großflächige Beheizung kille ich nur die Luftfeuchtigkeit im ganzen Terrarium, hingegen beim Keramikstrahler ich diese in dem
direkten Umfeld kille, aber über die größe es Terrariums genug Platz ist wo sich die Luftfeuchtigkeit hält.

Zumindest habe ich bei Großterrarien nur die Optionen gefunden, Spots und gesamten Raum beheizen, oder Keramikstrahler.

Grüße Florian

TimR1
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Sa Dez 10, 2016 22:03
Wohnort: Wetzlar

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von TimR1 » Do Dez 14, 2017 11:46

Der Keramikstrahler wird dir auch bei dieser Größe deine Luftfeuchtigkeit in den Keller ziehen.
Ausserdem hat er einige weitere Nachteile die dir erfahrungsgemäß in Kürze von anderen Usern unangenehm nahe gelegt werden.
In meinem Vorstellungsthread findest du etwas bezüglich des Heatpanels von MS.
Kann ich dir wirklich empfehlen.
Du sollst ja ein Temperaturgefälle erzeugen und nicht das komplette Terrarium auf 30 Grad aufheizen.

Gruß Tim

Boafan76
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: Mi Dez 13, 2017 23:52

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Boafan76 » Do Dez 14, 2017 12:10

Danke Tim für Deine Antwort.
Das Elstein von vielen als schlecht empfunden wird, habe ich
bereits sehr oft gelesen. Man bekam als den heiligen Gral immer Heatpanals empfohlen. Ich liebe die Teile auch.
Aber man liest ständig das diese nur einen Wirkungsgrad zwischen 25-30 cm haben. Viele Terrarienlösungsanbieter diese auch nur für flache Königspython Terrarien verbauen.
Und bereits bei 40 cm zusätzlich eine Bodenheizung.

Daher war bzw. bin ich verwirrt.
Bei dem geplanten Volumen werde ich damit wohl kein
Temperaturgefälle hinbekommen, gehe mal von 3-4 Panels aus die Platz finden müssen... und adulte Boa's (außer Baumbewohnende Unterarten) zumeist am Boden sind, und dort Tagsüber ja ein Verlauf von 30-26 Grad erreicht werden sollte... ca...

Also wenn es bei dieser Terrariengröße 250x100x100 Erfahrungswerte gibt für eine Beheizung mit Heatpanals wäre ich dankbar und glücklich.

Leider konnte ich im Internet nur lesen, Elstein ist Mist nimm Heatpanals. Heatpanals sind für diese Höhe aber Mist.
?!? Klar muss man Experimentieren und messen... aber will natürlich ungern 400 € in den Sand setzen.

Danke Florian

TimR1
Mitglied
Beiträge: 81
Registriert: Sa Dez 10, 2016 22:03
Wohnort: Wetzlar

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von TimR1 » Do Dez 14, 2017 12:32

Bei mir beträgt die Höhe 120cm und es ist kein Problem.
Das Heatpanel heizt im direkten Vergleich deutlich besser als der Elstein es tat und das bei geringerer Leistung.
Wie gesagt sollst du damit auch nicht den Boden heizen sondern höher gelegene Orte wie Plateaus usw. Die Lufttemperatur im Terrarium erhöht sich somit zwangsläufig. 26 Grad als kühlste Stelle am Boden ist zu hoch! Wenn deine Raumtemperatur schon 22 Grad beträgt benötigst du weder Heizkabel im Boden noch 3-4 Heatpanels.
Auch eine 22 Grad warme Zone wird von deinen Boas aufgesucht werden.
Es geht nicht darum den Tieren überall 26-30 Grad anzubieten sondern darum ein Gefälle zu errichten durch lokale Wärmespots.

Pizza0406
Mitglied
Beiträge: 42
Registriert: Mo Jul 04, 2016 19:30

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Pizza0406 » Do Dez 14, 2017 12:41

Ein Heatpanel bei den von dir genannten Abmessungen des Beckens kann nur als Zusatz bzw für die Nacht genutzt werden.
Aber mit einem oder 2 Spots für die Temp. Tagsüber und auf der *Kühlen* Seite zusätzlich das Panel sollte ganz gut funktionieren.
Das Panel natürlich an ein separates Thermostat angeschlossen.

Unser Becken ist 1,90 x 1,00 x 1,15 plus dem Lichtkasten und wir haben ein schönes temp. Gefälle.
Verbaut ist das größte Panel das von Lanzo angeboten wird (120W).
Tagsüber unterstützt es den 150W Spot dabei die Temp. auf 26° in der Mitte des Beckens zu bringen und schaltet dann ab.
Nachts hält nur das Panel die temp. locker bei 23-24° in der Mitte des Beckes, bei 20° Raumtemp.

somit sehe ich bei entsprechender Größe des Panels und nem niedrigeren Becken als unseres kein Problem.

*EDIT*

Wenn es bei dir wie bei uns ist und diese Anschaffung der einstieg in der Terraristik ist empfielt es sich erstmal mit nem kleinen Becken zu beginnen.
Wir hatten für ein gutes 3/4 Jahr ein kleines 0,80 x 0,40 x 0,80 Becken und unsere kleine ist direkt ins große Umgezogen und aufgrund der vielen Rückzugsmöglichkeiten hat sich nichts an ihrem Verhalten geändert. Im Gegenteil sogar sieht man sie gerade Abends viel öfter.

Die von dir angegebenen 50cm bei einer Boa sind aber Jungtiere. ne Einjährige sollte schon eher etwas größer sein.
Unsere Epicrates cenchria cenchria haben wir mit rund 40cm ( 2mon.alt ) abgeholt und Sie hat jetzt mit 1Jahr/ 2mon. ca 95cm.

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1908
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Einstiegs-Terrariengröße Boa

Beitrag von Spielverderber » Do Dez 14, 2017 13:48

Boafan76 hat geschrieben:Das Elstein von vielen als schlecht empfunden wird, habe ich bereits sehr oft gelesen.
Es sollte nicht um persönliches Empfinden gehen, sondern um Fakten, auf deren Basis man dann eine Entscheidung trifft:
http://www.licht-im-terrarium.de/thermo ... elstrahler

Antworten