Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Diskussionen zur Haltung von Boas und Pythons.

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Koala
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Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Koala » Sa Jun 30, 2018 21:49

Hallo Zusammen,

ich möchte mir irgendwann meine erste Schlange zulegen und betreibe momentan Recherche. Es soll vermutlich eine Morelia Spilota werden, ich weiß aber noch nicht genau welche Unterart. Im Internet (auch hier im Forum) habe ich in letzter Zeit immer wieder gelesen, dass bei den Cheyneis die Weibchen tendenziell größer werden sollen als die Männchen.

Nun kam heute das allseits bekannte Buch Rautenpythons (2. Auflage) von Marc Mense bei mir an und ich war erstaunt zu lesen, dass dort das genaue Gegenteil drinsteht.

Zitat:
Erwachsene Morelia spilota cheynei erreichen eine Gesamtlänge (GL) von 140-220cm, durchschnittlich liegt sie aber bei ca. 180 cm. Die Männchen sind bei dieser Unterart meist etwas länger, vor allem aber schwerer.
Was stimmt denn nun? Kann mir da jemand mit eigenen Erfahrungswerten weiterhelfen?

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Tobiaskondaschwanz
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Sa Jun 30, 2018 23:37

Wirklich interessante Frage. Das gleiche habe ich mich damals vor der Anschaffung auch gefragt.
Jeder sagt was anderes...
Bin mal auf Antworten gespannt, obwohl ich sagen muss das ich diese Frage dem ein oder anderen bekannten Züchter schon gefragt habe.

Ich bin fast geneigt dem Buchautor zu glauben, aber für mich auch eine wirklich spannende Frage!

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Ixorfs
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Ixorfs » So Jul 01, 2018 19:33

Also meiner Erfahrung nach (bezieht sich aber nur auf 3 adulte Tiere) ist die Aussage aus dem Buch nicht korrekt. Meine zwei Weibchen sind sowohl länger als auch massiger als mein Männchen. Der Kerl hat ca. 1,80m und die beiden Weiber sind bei ca. 2m, bzw. 2,20m.
Den Faktor Nahrung konnte ich leider nicht konstant halten, da ich den Mann und das kürzere Weib bereits als adulte Tiere erhalten habe. Ich bin gespannt auf weitere Halter, die sich hier zu Wort melden.
Gruß

Thorben

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Tobiaskondaschwanz
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » So Jul 01, 2018 22:32

Scheint wirklich ein "großes" Fragezeichen zu sein. Herr S.B. meinte zu der Frage: "Nein ich glaube nicht das der männliche Part größer wird.

Aber warum genau ist es denn so wichtig vor der Anschaffung zu wissen, ob das Tier ein paar cm größer oder kleiner sein KÖNNTE? (An den Threadersteller gerichtet)

Schlussendlich muss man, wie ich finde, immer vor der maximal größe ausgehen. Denn nur so ist es gewährleistet, dem Tier gerecht zu werden. Oder willst du ein großes Exemplar und frägst deswegen?

Koala
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Koala » So Jul 01, 2018 23:32

Tobiaskondaschwanz hat geschrieben:
So Jul 01, 2018 22:32
Aber warum genau ist es denn so wichtig vor der Anschaffung zu wissen, ob das Tier ein paar cm größer oder kleiner sein KÖNNTE? (An den Threadersteller gerichtet)

Schlussendlich muss man, wie ich finde, immer vor der maximal größe ausgehen. Denn nur so ist es gewährleistet, dem Tier gerecht zu werden. Oder willst du ein großes Exemplar und frägst deswegen?
Ich gehe durchaus von der maximalen Größe des Tiers aus, diese scheint im Falle einer Cheynei allerdings schwer einschätzbar zu sein. ;-) Die Angaben in Büchern und im Internet streuen offenbar recht weit.

Ich habe den Anspruch an mich selbst, dem Tier nicht nur den Platz anzubieten, der laut Formel als Mindestmaß empfohlen wird. Ich halte diese Formeln für zu knapp bemessen. Das ist ein Grund, warum ich mich gern für das Geschlecht entscheiden würde, das zumindest statistisch gesehen kleiner bleibt. Da ich keine Tiere nachziehen will, kann mir das Geschlecht prinzipiell ziemlich egal sein. Insofern würde ich schon gerne den Vorteil mitnehmen, ein tendenziell etwas kleiner bleibendes Tier zu nehmen. Für mich persönlich ist es egal, aber das Tier hat dann relativ gesehen mehr Platz.

Der zweite Grund ist der, dass meine Lebensgefährtin gerne bereit ist, sich insoweit in das Schlangenhobby einzuarbeiten, dass sie bei eventueller Abwesenheit meinerseits in der Lage ist, mal für mich einzuspringen. Sie sagt aber auch, dass sie in so einem Fall durchaus dankbar wäre, wenn das Tier nicht allzu groß wäre. Ich möchte ihr da gern entgegen kommen, indem ich mich für das kleiner bleibende Geschlecht entscheide, da es mir ansonsten ja ohnehin völlig egal ist. Den Gefallen kann ich ihr durchaus tun, denk ich. ;-)

Wenn ich bei Mense also lese, dass das eine Geschlecht 8,1% länger und 29% (!) schwerer wird als das andere, dann macht das durchaus einen Unterschied. Und das steht in dem Buch nunmal drin. Und ich tu ja genau das, was jedem Anfänger hier im Forum immer wieder gesagt wird, nämlich genau dieses Buch zu lesen. Nur verwirrt das Buch mich an dieser Stelle blöderweise... :-D

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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Spielverderber » Mo Jul 02, 2018 0:39

Koala hat geschrieben:
So Jul 01, 2018 23:32
Ich habe den Anspruch an mich selbst, dem Tier nicht nur den Platz anzubieten, der laut Formel als Mindestmaß empfohlen wird. Ich halte diese Formeln für zu knapp bemessen.
Gute Einstellung. Wenn es also diese Unterart werden soll, halte Ausschau nach Tieren der sogenannten German Bloodline. Ideal wären solche, die noch direkt von Presicion Reptiles (ab)stammen. Dann brauchst Du Dir auch keine Gedanken um ein paar mögliche Zentimeter Größenunterschied zwischen den Geschlechtern machen.

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Tobiaskondaschwanz
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Mo Jul 02, 2018 0:42

Ich kann fast alles nachvollziehen was du geschrieben hast, ABER die paar cm und Gramm machen den Kohl nicht fett.
Mein Cheynei beisst bei fast jeder Gelegenheit zu die man ihm gibt.
Ich will damit nur sagen, dass das bisschen Größenunterschied nicht viel aussmacht, wenn so ein Tier schlecht gelaunt ist, will es nicht so wie du, dabei spielen ein paar cm mehr oder weniger keine Rolle. Macht euch dessen bewusst.

Koala
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Koala » Fr Jul 06, 2018 20:02

Hallo Zusammen!

Ich habe die Woche über nochmal drüber nachgedacht und ein paar mal drüber geschlafen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es echt keine Rolle spielt, ob das Tier nun ein bisschen größer oder kleiner wird. Ich habe mich davon jetzt gelöst.

Nur, falls es jemanden interessiert, wie das hier weitergeht:

Ich habe mittlerweile das Buch von Mense durchgelesen und viel im Internet herumgeschaut. Gibt einiges, das mir wirklich gut gefällt. Allerdings hat beinahe kein Züchter, den ich gefunden habe, eine gut sortierte, aktuelle Website oder Facebookseite mit abzugebenden Tieren und Preisangabe, wo man sich mal orientieren könnte, was man denn genau haben möchte und vor allem, was man denn auch bekommen könnte.

Innerhalb Deutschlands habe ich nur einen einzigen gefunden, der mit seinen Preisen transparent zu sein scheint. War ein wohl recht großer mit Sitz in Lübeck. Allerdings hat der auch zum größten Teil irgendwelche Jaguarmorphen im Angebot. Scheint ja beliebt zu sein, der Jaguarkram. Möcht ich nur leider nicht haben...

Mir gefiel so ein M. s. cheynei Axanthic Super Zebra total gut. Hab dann tatsächlich mal einen Züchter angeschrieben, der sowas immer mal wieder zu haben scheint, und gefragt was sowas kostet. 2000€. Da wär mir fast das Brötchen aus der Hand gefallen. Ich sähe mich schon Tag und Nacht vor'm Terrarium sitzen, in ständiger Sorge, ob der (offensichtlich adlige) Wurm denn noch lebt.

Dann dacht ich mir, das lässte besser und hab weiter geschaut. Oh, ein M. s. harrisoni Axanthic Granite, sowas ist ja auch schön. Züchter angeschrieben, nachgefragt, Antwort: 1500€.

Na komm, back ich mal besser kleine Brötchen. Ganz normaler M. s. harrisoni, kein Farbzuchtschnickschnack, da sind viele Exemplare doch auch voll schön. Und laut Schlangengrube will ja heutzutage keiner mehr naturfarbene Tiere haben, also sind die sicher zahlreich verfügbar und bezahlbar. Meint ihr, ich hätte welche gefunden? Nix. Nur ein einziges Exemplar, mit "double het Axanthic Granite" für 1000€.

Würde ich allerdings einen Axanthic Super Caramel Albino Hyper Jaguar Tiger Zebra Tüpfelhyäne suchen, fiele die Wahl echt schwer. ;-)

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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Spielverderber » Fr Jul 06, 2018 20:19

Koala hat geschrieben:
Fr Jul 06, 2018 20:02
Ganz normaler M. s. harrisoni, kein Farbzuchtschnickschnack, da sind viele Exemplare doch auch voll schön. Und laut Schlangengrube will ja heutzutage keiner mehr naturfarbene Tiere haben, also sind die sicher zahlreich verfügbar und bezahlbar.
Das könnte man vermuten, muß aber noch lange nicht der Realität entsprechen. Wildfarbene Tiere werden kaum noch vermehrt, ältere Tiere sterben irgendwann. Manche Halter sind tatsächlich noch altmodisch und wechseln ihren Tierbestand nicht ähnlich oft wie ihre Unterwäsche. So ist der Markt für wilfarbene harrisoni heute sehr überschaubar geworden. Schau mal bei terraristik.com rein, das aktuelle Angebot ist zwar übersichtlich, aber immerhin gibt es Tiere.

Volker Ebensberger
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Re: Morelia spilota cheynei - Adulte Größe

Beitrag von Volker Ebensberger » Sa Jul 07, 2018 11:32

Koala hat geschrieben:
Fr Jul 06, 2018 20:02
Hallo Zusammen!

[...] War ein wohl recht großer mit Sitz in Lübeck. Allerdings hat der auch zum größten Teil irgendwelche Jaguarmorphen im Angebot. Scheint ja beliebt zu sein, der Jaguarkram. Möcht ich nur leider nicht haben...
Das ist gut und bleib bei deiner Meinung keinen Jaguar zu holen.
Ich habe einen spilota ssp Jaguar zu Hause und sie wobbelt so stark das es schon grenzwertig ist. Erst als ich die Symptome sah habe ich erfahren das Jaguare sehr anfällig für diese Erbkrankheit ist.
Vielleicht der Grund warum so viele angeboten werden, da sie keiner kauft.
Darum mein Tipp:

Finger weg vom Jaguar
Gruß Volker
(Mitglied des DGHT und DV-TH)

Ich grüße jeden der mich mag und der, der mich nicht mag kann mich gern haben

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