Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Hier finden Diskussionen rund um Königspythons (Python regius) statt.

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Ikone
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Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Ikone » Sa Feb 11, 2017 13:28

Erst einmal ein herzliches Hallo in die Runde!

Ich bin Chris, 26 Jahre jung und komme aus Magdeburg.
Ein "nur mal schauen" Besuch im Zoofachgeschäft hat mich zu euch gebracht. ;-)

Eigentlich bin ich seit langem an der Schlangenhaltung interessiert, Unwissenheit und meine Frau haben mich meist davon abgehalten...

Nun hat sich die "Chefetage" erweichen lassen als sie eine Köpy halten durfte, "die sind ja garnicht so eklig!". :-D

Nun denn, ich lese mich seit einigen Tagen durchs Netz, schaue hier und da und bin schließlich hier gelandet.

Es soll ein Köpy Männchen werden, soviel steht fest.
Ich plane momentan das Terrarium welches 150 x 60 x 70 cm werden soll, Eigenbau aus Spanplatten mit Styrorückwand.

Mich plagen natürlich auch einige Fragen diesbezüglich:

Als Bodengrund wollte ich Waldboden verwenden, wieviel sollte ich für die Grundfläche besorgen?
Der nächste abgelegene Wald liegt rund 50 km entfernt, wollte nicht allzu oft fahren. :D

Als belüftung wollte ich vorne unten ein 100x10cm Lochblech und hinten Oben (quasi Deckelplatte) ein 100x10 Lochblech verwenden, ist das übertrieben?

Bei 150cm Beckenlänge und 70cm Höhe, stellt sich mir natürlich die Frage wo ich das passende Glas für die Türen herbekomme.
Wie dick sollte das Glas sein?
Lokal oder Onlineshop?
Lasst mich an euren Erfahrungen Teil haben. :)


Bis dahin, schönes Wochenende!

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Matthias
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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Matthias » Sa Feb 11, 2017 14:38

Hallo,
neben diverser Seiten im Internet solltest du auch etwas Fachliteratur lesen, z.B. das Kompendium von McCurley. Das Buch von Broghammer soll auch ganz gut sein, hab dazu aber keine Erfahrungen. Die Habitatsbeschreibungen + Fotos helfen z.B. bei der Einrichtung des Terrariums ;-)

Für ein adultes Tier ist das Terrarium ausreichend groß. Je nach Rückwand wird es aber mit der Tiefe von 60cm etwas knapp. 70-80cm Tiefe sind hier praktischer. Das lässt sich einfach schöner einrichten. Wenn du blanke Spanplatten verwenden willst, wirst du über kurz oder lang ein Problem mit der Feuchtigkeit bekommen. Du musst den Innenraum, zumindest im Bodenbereich, vor der Feuchtigkeit schützen. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten, z.B. eine Teichfolie im Bodenbereich verlegen, dann hast du unten eine richtige Wanne. Alternativ dazu kannst du eine Wanne mit flüssiger Teichfolie aufstreichen oder oder oder. Da gibt es viele Anleitungen im Netz. In meinem Bauthread kannst du dir ansehen, wie das mit so einer Wanne aus Teichfolie aussieht.

Für das Glas würde ich 6mm Scheiben nehmen. 4mm Scheiben bei der Größe hören sich immer so an, als würden sie gleich kaputt gehen. Glas kaufe ich immer bei einem örtlichen Aquarienbauer. Der hat gute Preise, das Glas hat eine gute Qualität und die Kanten sind geschliffen und poliert. Für ein ähnlich großes Terrarium hatte ich damals für die Scheiben, ich glaube, 40€ bezahlt.

Vor dem Bau solltest du dir erstmal eine Skizze machen. Wenn du das Terrarium bepflanzen willst, musst du mind. 10-15cm Bodengrund einplanen. Das heißt, dass du eine entsprechend hohe Streukante vorne brauchst. Die Lüftungen würde ich an der Seite und hinten/oben machen, falls das möglich ist. Je nachdem wie Platz ist, würde ich die Beleuchtung außerhalb in einem Lichtkasten anbringen. Bilder davon kannst du dir in meinem Bauthread ansehen. Dann kann sich das Tier zum einen nicht verletzen und zum anderen sieht es schöner aus, wenn da keine hässlichen Gitterkörbe im Terrarium rumhängen.

Bei der Rückwand würde ich mich auf 2-3 große Ablagen beschränken und den Rest der Rückwand eher dekorativ halten. Die Tiere sind nicht die geschicktesten Kletterer. Wenn man dort diverse Kletterhilfen anbieten will, damit das Tier sicher "klettern" kann, dann nimmt das enorm viel Raum ein.

Bodengrund brauchst du bei der Größe, wenn du bepflanzen willst, so ca. 90-120 Liter. Falls das mit dem Wald nicht klappt, kannst du auch mal im Baumarkt schauen. Bei uns gibts ungedüngte Humuserde, die noch etwas faserig ist (ganz gute Optik) und einiges an Mikroorganismen mitbringt, im 90L Sack für unter 10€. Je nachdem wo die Erde gelagert wird, kann sie sehr nass sein. Da empfiehlt es sich, sie vorher etwas zu trocknen. Mehr als Erdfeucht sollte sie beim Einbringen ins Terrarium nicht sein. Ein Teil des Bodens sollte auch etwas trockner sein.

Du kannst deine Skizze gerne mit uns teilen, dann können wir dich auf eventuelle Konstruktionsfehler hinweisen. Das gleiche gilt für die spätere Technik.
Gruß
Matthias

Tipio
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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Tipio » Sa Feb 11, 2017 19:09

Du kannst den Boden auch gut unterschiedlich hoch einbringen, z.B. vorne niedriger und nach hinten ansteigend. Dort kannst du dann auch bepflanzen oder ein eingegrabenes Versteck anbieten. Wie Matthias sagt, ab 90 Liter bist du dabei...

Bei 70cm Höhe gehe ich mal von mindestens 50cm Höhe für die Scheiben aus. Da reicht 4mm sicher nicht, nimm 6mm. Eine 50x50cm Scheibe in 6mm wiegt allerdings 3-4kg, die läuft in den normalen Führungsprofilen ziemlich zäh. Da gibts auch kugel-/rollengelagerte Teile, sind halt teurer.
Alternativ könntest du die Scheiben rahmen (lassen) und zwei Flügeltüren bauen.
Sieht schicker aus (finde ich), lässt sich komfortabler öffnen und du kannst die ganze Front öffnen (statt nur eine Hälfte). Das Rahmen ist natürlich Extra-Aufwand, dafür müssen die Glaskanten nicht geschliffen werden (lassen sich die meisten Glaser extra bezahlen). Verriegelung oben+unten nicht vergessen ;)

Zweimal 100x10cm Lüftung halte ich für zu groß. Ausreichend Luftzirkulation hast du auch problemlos mit der halben Fläche (oder weniger). Das spart dir auch Heizkosten und du wirst die Luftfeuchtigkeit besser halten können.
Du kannst Lüftungsöffnungen natürlich auch teilweise abkleben oder aber nachträglich erweitern, wenn nötig. Je nach Raumtemperatur, Heizkonzept und Platzierung der Lüftungsöffnungen kann die ideale Größe unterschiedlich ausfallen.


Technik: Da hast du noch nichts dazu geschrieben, wäre aber natürlich interessant, was du planst.

Die Technik wird immer kontrovers diskutiert, das Folgende ist lediglich meine Meinung und sicher in allen Punkten diskutabel.

Gerade deine geplante Beheizung würde mich interessieren, denn bei einem Terrarium mit 70cm Höhe bekommst du den unteren Bereich/Boden nur mit Strahlern von oben kaum ausreichend warm. PR haben in ihrem natürlichen Habitat einen weitgehend gleichbleibend warmen Boden von 28-30 Grad (an der Oberfläche: Nachtabkühlung auf Lufttemperatur, 25+) und halten sich auch überwiegend (ausschließlich?) auf dem oder im Boden auf. Sonnenbäder nehmen die dämmerungs/nachtaktiven Tiere kaum, haben sie aufgrund der geringen Nachtabsenkung vor Ort auch kaum nötig (anders als z.B. einheimische Reptilien).
Wie Matthias schon sagte, PR sind nicht so die Akrobaten, und ein Sonnenplatz auf einem Ast in luftiger Höhe nicht artgerecht, sofern das Tier wegen zu kaltem Boden genötigt wird, diesen aufzusuchen.
Für PR halte ich ein gutes Angebot an Kontaktwärme (Boden, Verstecke) mit unterschiedlichen Temperaturen (etwa 26-30 Grad) ohne viel Nachtabsenkung für lebensraumnah und wichtig, die Lufttemperatur im Schatten tagsüber um 30 Grad (eine etwas kühlere Ecke kannst du gut einrichten, indem du dort die Feuchtigkeit etwas höher hältst -Verdunstungskälte- und damit auch die Luftfeuchtigkeit insgesamt anheben. Auf jeden Fall nicht "nass" und Temperatur kontrollieren). Nachts sollte die Luft auf etwa 25 Grad runtergehen. Ein "Sonnenplatz" mit merklich über 30 Grad wird von den Tieren nach meiner Erfahrung nur genutzt, wenn der Boden zu kalt ist.

Zum Licht: Was das für uns sichtbare Licht angeht, halte ich für PR als dämmerungs- und nachtaktivem Tier einen Fensterplatz ohne direkte Sonneneinstrahlung (Treibhauseffekt) für das Terrarium für völlig ausreichend. Das Tier verbringt den Tag sowieso meistens versteckt und helleres Licht ist nicht gerade der Faktor, der ihn tagsüber herauslockt, eher im Gegenteil. Eine zusätzliche Beleuchtung tagsüber mit sichtbarem Licht halte ich erstmal für eher dem Auge des Betrachters geschuldet.
Sonnenlicht hat auch einen UV-Bereich, der zum Teil von Reptilien wahrgenommen (also "gesehen") wird. Dieser wird nur von extra dafür konzipierten Leuchten in nennenswertem Maß produziert, je nach Bauart lässt die UV-Intensität auch ziemlich zügig nach. Übliche Leuchtmittel emittieren (fast) kein UV-Licht. UV-Licht wird von Fensterglas absorbiert (höchstens geringe Teildurchlässigkeit im langwelligen UV-A Bereich), auch an einem hellen Fensterplatz kommt hier also vom Außenlicht letztlich nichts im Terrarium an. Die Frage, ob man dem Tier UV-Licht aufgrund seiner Sehfähigkeiten bereitstellen sollte, würde ich bei tagaktiven Tieren bejahen, beim dämmerungs-/nachtaktiven PR beantworte ich mir die Frage mit nein, ich halte es nicht für essentiell.

UV-Strahlung ermöglicht auch die körpereigene Bildung von Vitamin D, das allerdings auch über (v.a. tierische) Nahrung aufgenommen werden kann. Vitamin D - Mangel äußert sich v.A. in unzureichendem Knochenaufbau bis hin zur Deformation. Bei Menschen ist der Vitamin D - Haushalt weit erforscht, eine körpereigene Bildung mithilfe UV-Licht zur Bedarfsdeckung notwendig. Bei pflanzen-/mischkostfressenden Reptilien wie Schildkröten oder vielen Echsenarten ist der Bedarf empirisch belegt (d.h., Tiere ohne UV-Licht werden krank und gehen ein).
PR wird vermutlich in der Mehrzahl der Fälle (insbesondere aber bei der in Zuchtbetrieben üblichen Rackhaltung) ohne UV-Quelle gehalten, von diesbezüglichen gesundheitlichen Problemen ist zumindest mir nichts bekannt. Da sich wildlebende PR selten dem Tageslicht/direkter Sonneneinstrahlung aussetzen gehe ich davon aus, daß sie zur Bedarfsdeckung an Vitamin D nicht auf UV-Licht angewiesen sind (hochwertiges Futter vorausgesetzt).
In diesem Sinne verzichte ich bei PR auf UV-Licht, aber wie gesagt, das ist nur meine Ansicht.

Infrarot-Strahlung: Die ist in verschiedenen Leuchtmitteln mal mehr mal weniger enthalten, für uns nicht sichtbar und produziert viel Wärme, wenn sie absorbiert wird (Wenn Sonnenlicht wärmt, liegt das größtenteils am IR-Anteil). Wie gesagt, PR sind keine Sonnenanbeter (zumindest nicht freiwillig), aber IR-Strahlung ist gut geeignet, die Luft im Terrarium zu erwärmen. Abraten würde ich allerdings von reinen Wärmestrahlern (Keramikstrahler, "Elstein"). Der PR kann IR-Strahlung sehr differenziert wahrnehmen (z.B. bei der Erkennung von warmblütigen Beutetieren) und ich würde hier nichts ins Terrarium hängen wollen, was von einem Punkt aus starke IR-Strahlung ohne das sonnenlicht-übliche Lichtspektrum abgibt. Ich bilde mir nicht ein, mich in einen PR hineinversetzen zu können, habe aber dennoch einen ziemlich unguten Verdacht, dass ein starker, reiner IR-Strahler sehr irritierend für das Tier wäre.

Unterm Strich ergibt sich für mich daraus als mögliches (!) technisches Konzept eine permanente, schwache Bodenheizung, die den Boden von unten konstant auf 28-30 Grad hält. Ein Teil der Fläche sollte unbeheizt sein (Drittel bis die Hälfte), um auch kühlere Orte anzubieten. Wasserdicht verbaute Heizfolie für Fußbodenheizungen, nach unten gedämmt und um die 100-150W/qm passt da gut (Achtung: Die üblichen Terrarien-Heizmatten haben oft deutlich mehr Leistung pro Fläche). Eine 1-2cm Schicht Tonkügelchen (die für Hydrokultur, ungedüngt) drauf, bevor der Bodengrund draufkommt, dann staut sich kaum Wärme und die puffern den Wasserhaushalt im Boden. Wenn du den Bodengrund unterschiedlich hoch einbringst, ist die Bodenheizung besser da aufgehoben, wo der Boden niedriger ist.
Tagsüber kommen Strahler dazu, um die Luft zu erwärmen und damit es schön aussieht. Ich würde hier Halogenstrahler empfehlen, die sind bis auf UV relativ nah am Sonnenlicht, hinreichend langlebig und kostengünstig. Achtung: Die gibt es auch mit IR-Filter: Dann wird zwar die Lampe heiss, aber die Strahlung ist ziemlich kalt. Die nicht nehmen ;)

Was passiert im Betrieb? Der Boden wird (teilweise) auf 30 Grad erwärmt, gibt auch Wärme an die Luft ab. Die Strahler erwärmen die Luft. Durch die Luftzirkulation wird die Terrarienluft permanent durch (kältere) Außenluft ersetzt. Unterm Strich ergibt sich auch eine Lufttemperatur von etwa 30 Grad. (Von-Bis und den Hinweis auf kühlere Ecken/Temperaturgefälle spar ich mir hier mal bei jedem Satz...). Nachts gehen die Strahler aus, der Boden gibt jedoch weiter Wärme an die Luft ab, der Luftaustausch findet weiter statt. Die Luft (und die Bodenoberfläche) kühlen langsam runter, sollten aber in dem Bereich, wo die Bodenheizung verbaut ist, bis morgens nicht unter 25 Grad fallen. Natürlich fällt die Temperatur abends nicht auf einen Schlag, und morgens ist sie nicht sofort oben, sobald das Licht angeht. Wie draußen, halt...

Regelung: Ich bin kein Freund von Thermostaten, die mehrmals am Tag die Wärmequellen an- und ausschalten. Was hier als Optimierung/Sicherheit gedacht ist, wird im Falle einer Fehlfunktion umso schneller zum Toaster, je großzügiger die Technik dimensioniert ist. In meinen Augen sollte das Ziel sein, das Ganze so zu gestalten, dass es mit festen Zeitfenstern im Betrieb möglichst schwankungsarm läuft.
Vorraussetzung dafür ist natürlich eine übers Jahr ähnlich bleibende Raumtemperatur. Wenn du im Altbau unterm Dach wohnst und Raumtemperaturen von 15-35 Grad hast, wirds nichts mit dem Terrarium, so oder so. Eine leichte Nachtabsenkung im Raum ist aber kein Problem.
Bei meinem Konzept ist die feste Größe die Bodenheizung. Die soll den Boden permanent auf 28-30 Grad temperieren und nachts das Terrarium kontrolliert von 30 auf 25 Grad absenken können, ohne dass es nach 12 Stunden kälter ist (die Temperatur fällt zuerst schneller, dann zunehmend langsamer). Holzterrarium mit Styro-Verkleidung puffert da gut, die Frontscheibe produziert eine konstante Abwärme, und über die Größe der Lüftung kannst du das Ganze dauerhaft ins Gleichgewicht bringen, wenn die Temperatur der Zuluft nicht sehr variiert. Bei Holzterrarium und Nacht-Raumtemperaturen um 21 Grad kommen die o.g. 100-150w/qm auf der halben Fläche etwa hin. Bei 70cm Höhe wirds vielleicht etwas knapp, allerdings würde ich die Leistung/Fläche nicht erhöhen, sonst wirds dort zu warm im Boden. Eher auf 2/3 beheizte Fläche gehen oder den Raum nachts etwas wärmer halten.
Die Tageslampen erwärmen die Luft zuerst schnell, aber je mehr sich die Temperatur innen von der außen unterscheidet, desto mehr Luftaustausch findet statt (Kamineffekt) und das Ganze pendelt sich ein, im Idealfall bei 30 Grad. Die Raum-Tagestemperatur ist erstmal gegeben, die Lüftung auch (angepasst an das Gleichgewicht nachts mit der Bodenheizung), die passende Strahlerleistung dazu musst du rausfinden. Den Punkt, dass sich Wärmeproduktion und Lüftung ideal ausgleichen wirst du wahrscheinlich nicht finden. Du kannst aber problemlos 2-3 mal eine "Lichtpause" (halbe Stunde oder so) per Zeitschaltuhr einbauen, in Westafrika ist es um die Mittagszeit auch als bewölkt und der PR pennt da wahrscheinlich eh gerade in seinem Versteck. Die Maximaltemperatur, auf der sich Zuluft und Strahler im Dauerbetrieb einpendeln, sollte zumindest die "kühle Schattenecke" nicht über 30 Grad erwärmen, dann brauchst du dir auch um eine mögliche Fehlfunktion der Zeitschaltuhr keine Gedanken machen.

So, jetzt hab ich viel zu viel geschrieben, wills aber auch nicht mehr kürzen ;)

Spielverderber
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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Spielverderber » Sa Feb 11, 2017 21:50

Ich würde die Lüftung lieber etwas größer einplanen. Wenn nötig, kann man sie später immer noch verkleinern, z.B. durch abkleben. Nachträglich vergrößern ist i.d.R. nicht ohne weiteres möglich.

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Tipio » Sa Feb 11, 2017 23:52

Hast recht, gerade mit rechteckigem Lochblech wär der Aufwand beim Erweitern nervig.
Aber 2x 0,1qm sind schon ziemlich Durchlauferhitzer, grad bei einem hohen Terrarium saugt der Kamineffekt ja deutlich.

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Ikone » So Feb 12, 2017 14:21

Erst einmal vielen vielen dank für die großzügigen Antworten!

Ich werde mir eure Antworten noch einmal genauer anschauen, einige Stichpunkte dazu machen und entsprechend versuchen mir mein Konzept zum Terrarium aufzustellen.

Eventuell werde ich in diesen Beitrag noch einige Fragen reineditieren, sofern welche aufkommen.


Lieben Gruß

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Ikone » So Feb 12, 2017 15:29

Der Beitrag konnte leider nicht mehr editiert werden, daher im neuen Post:

Da die Temperaturbedingungen scheinbar der größte Knackpunkt sind, würde ich mich vorzugsweise ersteinmal dem Setup der Heizung und Belüftung widmen.

Das nachträgliche vergrößern der Lüftung wäre bei einer Styropor Rückwand sehr schlecht zu bewerkstelligen.
Im ansässigen Baumarkt gibt es Möbellüftungen mit den Maßen 220x60.
Wenn ich davon 2 pro Seite verwende sollte ich doch eigentlich genügend Dimensionierte Zu- bzw Abluftöffnungen haben und kann dann problemlos abkleben, sollte mir zu viel Wärme/Luftfeuchte verloren gehen.

Bodenheizung klingt mehr als unabdingbar, was für Geräte benutzt ihr?
Heizkabel scheinen mir variabler, Heatpanel eher zu punktuell.
Wie sieht es mit der Sicherheit aus?
Sollte ich eine Isolierschicht nach unten einbringen?

Die Beleuchtung sollte dahingehend praktisch ausfallen, quasi nur um die Lufttemperatur zu erhöhen bzw zu halten.
Ich dachte bei der Grundfläche eventuell an 2x100w Halogenstrahler, die natürlich nicht dauernd brennen sollten, sondern zB. morgens einer um die Luft langsam zu erwärmen, Mittags dann beide um die Tageshöchsttemperatur zu erreichen und eben zum Abend hin nur einer um langsam in die Nachttemperaturen zu gehen.

Da die höhe des Beckens angesprochen wurde, sollte ich diese ggf. um 10 cm verringern um auch mit den Lampen tiefere Luftschichten bzw. teilweise den Boden mit zu erwärmen?
So könnten auch im Bodenbeheizten Gebiet Hotspots bzw. Wärmere Verstecke angeboten werden.

Soweit erstmal zu meinen ersten Gedanken, bis später. :)

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Ikone » Di Feb 14, 2017 18:59

Ich muss mich an dieser Stelle noch einmal melden, entweder denke ich zu weit um die Ecke oder mein Technisches Verständnis kommt an seine Grenzen.

Ich bin mir mit meinem Technischem Setup soweit einig:

Die Grundbeleuchtung übernimmt eine 36w Röhre.
Ein Halogenspot sorgt tagsüber für Wärme, die Wattzahl wird in der Einlaufzeit entsprechend angepasst um ein entsprechendes Temperaturgefälle zu erzeugen.

Nun stoße ich bei dem scheinbar sehr beliebten Thema Bodenheizung an meine Grenzen.

Oft wurde in Verbindung mit Bodenheizung das Thermo Control Pro II empfohlen, soweit verständlich.

Nur was hindert die Heizkabel daran so stark zu erhitzen das es gefährlich für Schlange und Mensch wird?
Ich meine ich messe mit dem Thermostat die Luft- und eben nicht die Bodentemperatur?

Woher weiß ich nun welches Heizkabel (Wattage) das richtige ist, ohne unter- bzw überdimensioniert zu sein?

Verzeiht bitte, sollte diese Frage absolut dämlich sein.

Schönen Abend!

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Spielverderber » Di Feb 14, 2017 19:08

Ikone hat geschrieben:Oft wurde in Verbindung mit Bodenheizung das Thermo Control Pro II empfohlen, soweit verständlich.

Nur was hindert die Heizkabel daran so stark zu erhitzen das es gefährlich für Schlange und Mensch wird?


Das wird durch das von Dir selbst genannte Gerät verhindert. Dafür ist es nunmal da. Um technischen Defekten und Messungenauigkeiten nicht hilflos ausgeliefert zu sein, kauft man einfach ein weiteres Messgerät und kontrolliert regelmäßig.

Ikone hat geschrieben:Ich meine ich messe mit dem Thermostat die Luft- und eben nicht die Bodentemperatur?


Temperaturfühler entsprechend am Boden platzieren?

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Re: Erlaubnis erteilt, ein Köpy zieht ein...

Beitragvon Ikone » Di Feb 14, 2017 19:22

Ich stell mich dann kurz in die Ecke zum schämen... :oops:

Danke Spielverderber ;-)


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