Das Becken meiner Strumpfis

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nexxus
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Beitrag von nexxus » Mi Feb 22, 2012 12:13

Moin Tanio,
ich hoffe nicht, dass Du mich mit dem Aasgeiercharakter meintest, den dies fände ich sehr unpassend.
Dann hätte ich dir das per PN mitgeteilt. Aasgeiercharakter ist für mich die Mentalität, die man tlw. in Threads liest, wenn sich ein Rudelverhalten gegen einen Threadteilnehmer bildet. Manche User können das recht gut :roll: ( in diesem Thread aber nur latent. )

Hallmen ist sicherlich nicht veraltet und gerade Neulinge können schlecht differenzieren, ob Fachliteratur oder ein ein Thread die Ultima Ratio ist.
Selbst irgendwelche "hochseriösen" Studien können ja durchaus als Pappmaché besser dienen.

Die Art und Weise wie man Kritik übt, macht die Musik.
Jemanden immer gleich mit der Brechstange Kritik entgegen zu schleudern, wird im Regelfall nicht das gewünschte Ergebnis liefern, sondern einen natürlichen Abwehrmechanismus erzeugen - sieht man tag -täglich ...
Frank als sehr erfahrener Strumpfbandnatternhalter meint auch dass das Terrarium nicht die Abmase haben kann und ich denke, er wird hier von den Schreibern die tatsächlich meiste Erfahrung mit genau solchen Arten haben.
Gebe ich Dir 100 % Recht!

Aber optische Eindrücke können täuschen. Es kann tatsächlich kleiner sein, vielleicht auch nicht. ( 80 er Becken sind definitiv für fast alle adulten Tiere zu klein, vielleicht mit ganz ganz wenigen Ausnahmen )

Aber mit der Zeit und vielleicht auch finanziellen Mitteln, wird man zu der Erkenntnis kommen, wie man Becken einrichten kann und wie nicht.
All truths are easy to understand once they are discovered; the point is to discover them.

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Exotenhausholzhausen
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Beitrag von Exotenhausholzhausen » Mi Feb 22, 2012 12:22

Moin Fabian,
gut, es hat mich halt gewundert, dass es unter meinem Zitat stand.
Diese Rudelmentalität hier im Forum kenne ich persönlich sehr gut, ich erinnere Dich nur mal an die Vorstellung meiner Terrarien und die Bodengrundfrage....

Weil man sich eben optisch recht gut täuschen kann, habe ich ja berlin84 ja auch nochmals gebeten, uns doch mal was zur Größe des offen liegenden Tieres zu schreiben.

Es ändert aber trotzdem nichts an meiner Meinung, dass sich die Tiere in diesem trotz gut durchdachter Einrichtung sich nicht wirklich bewegen können.

Das mit der veralteten Literatur ist eher als allgemein an zu sehen.
Wenn man immer noch auf dem Stanpunkt steht, dass solch kleine Terrarien für sehr agile Tiere reichen, sollte man doch auch mal fachlich unterlegen, warum dies bei denen der Fall sein darf, mir ist schon klar, dass bei gewissen Schlangen manches Mal weniger mehr ist, dies bezieht sich dann aber meist auch auf Tiere, die man sehr selten sieht oder die sich einfach wohler in engeren Terrarien fühlen sollen...

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Frank
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Beitrag von Frank » Mi Feb 22, 2012 13:42

NeFeRuAnNa hat geschrieben:Ich bilde mir ein, schon öfter von zusätzlichen Herbstpaarungen gelesen zu haben. Wenn ich da was falsch verstanden habe, klär mich bitte auf.
Natürlich finden Herbstpaarungen statt da hast du vollkommen Recht.
Auch ich beobachte dieses seit einigen Jahren in meinen Terrarien hatte aber niemals einen zweiten Wurf.
Es gibt aber keine wissenschaftliche Puplikationen oder Nachweise das es in der freien Natur zu einem zweiten Wurf kommt.
In den Terrarien passiert das öfters wie wir Wissen, ich denke aber das liegt daran das die Tiere zu kurz oder gar nicht eingewintert wurden.

Eine Terrariengröße von 100 x 50 x 50cm reicht ganz locker für ein Pärchen Thamnophis und das sie einen allzu großen Bewegungsdrang haben kann ich nur bedingt bestätigen.

Strumpfbandnattern kommen auch mit kleineren Becken zurecht diese sollten dann aber nur zweckmäßig strukturiert werden.
Ich glaube das haben Jürgen und Martin im Buch auch geschrieben und ihre Gründe für dieses auch beschrieben ;-)
Über den großen Teich werden Thamnophis nicht selten in Racks gehalten und auch in diesen Nachgezüchtet.

Natürlich ist ein größeres Becken immer besser für die Tiere aber wenn man an ihrem dasein teilhaben möchte sollte es nicht zu groß mit zuviel Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein.

Meine 100 x 50 x 50cm Becken wirken irgendwie größer als auf dem Foto hier im Thread :roll: ( aktuelle Bilder gibt es erst nach der Winterruhe in ca. 4 Wochen)
Und wenn ich nochmal was baue würde ich ledeglich eine Tiefe von mind. 80 cm wählen.

LG, Frank

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Beitrag von NeFeRuAnNa » Mi Feb 22, 2012 14:03

Frank hat geschrieben:Natürlich finden Herbstpaarungen statt da hast du vollkommen Recht.
Auch ich beobachte dieses seit einigen Jahren in meinen Terrarien hatte aber niemals einen zweiten Wurf.
Es gibt aber keine wissenschaftliche Puplikationen oder Nachweise das es in der freien Natur zu einem zweiten Wurf kommt.
In den Terrarien passiert das öfters wie wir Wissen, ich denke aber das liegt daran das die Tiere zu kurz oder gar nicht eingewintert wurden.
Das heißt also, es kann zwar in der Terrarienhaltung zur Paarung kommen, die Trächtigkeit erfolgt aber erst im nächsten Frühjahr. Es sei denn man überwintert gar nicht. Verstehe ich das so richtig?

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Beitrag von Exotenhausholzhausen » Mi Feb 22, 2012 14:04

Frank hat geschrieben:Meine 100 x 50 x 50cm Becken wirken irgendwie größer als auf dem Foto hier im Thread :roll: ( aktuelle Bilder gibt es erst nach der Winterruhe in ca. 4 Wochen)
Und wenn ich nochmal was baue würde ich ledeglich eine Tiefe von mind. 80 cm wählen.

LG, Frank
Hallo Frank,

wie würdest Du dann diese Terrarien bauen, so dass Du auch von der Seite her öffnen kannst?
Wie ich oben geschrieben habe, finde ich eine Zugabe an Tiefe sehr gut.

Fändest Du die von mir angegebenen Maße (150 auf 70) bei einer größeren Gruppe zu groß, sprich, gehst Du davon aus, dass man die Bewohner da so gut wie nie zu Gesicht bekommen würde?

Ein ehemailiger Bekannter von mir hatte vor einigen Jahren ein recht großes Terrarium in dem er nur eine Strumpfbandnatter (rot-blau-grün meine ich) welche an sich recht häufig zu sehen war und das nicht nur, wenn sie auf der Jagd im Wasserteil nach Fischen war.
Dieses Tier war auch nicht wirklich scheu, was aber vielleicht auch an dem sehr gut strukturiertem Aquaterrarium lag und vor allen Dingen daran, dass es in einem Raum stand, in dem es an sich sehr ruhig war.
Mir hat das Tier von seiner Färbung und seinem Verhalten damals sehr gut gefallen nur eben nicht wegen dem nicht abgesetzten Kopf.

berlin84
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Beitrag von berlin84 » Mi Feb 22, 2012 14:30

@ Tanio: ich weiss das es nich böse gemeint ist , aber unsere beiden Meinungen treffen halt da auf einander zusammen.

Ich stelle noch ein Bild mitn Zollstock rein. Das Tier ist selber um die 83 cm gross , wo ich sie damals gekauft hatte war sie ca schon 1 - 1/2 Jahre alt.


@ Delakai : Du hast vollkommen Recht , warum kann ich nich so sein wie du. Die Welt ist manchmal einfach nur ungerecht. Dein Wissen und deine Umsetzung hast du uns ja schon mehrmals bewiesen. Ich Danke dir dafür. :roll:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Frank
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Beitrag von Frank » Mi Feb 22, 2012 14:32

Hallo,

Tanio,

Ein Becken von den Maßen wie du angibst wäre super nur würde ich die wie gesagt eher vorsichtig strukturieren damit ich immer alles im Blick habe.
Ich denke ich würde dann auch so bauen das ich eine zweite Möglichkeit habe darin etwas zu tun.
Da gibt es viele Gründe für wie etwa bei der Fütterung oder das absammeln von Jungtieren (welches manchmal dazu führt das die komplette Einrichtung neben mir liegt)und einiges mehr.

Ob man die Tiere dann sieht kommt zum einen auf die Art an oder wie das Terrarium steht die einen sind halt stressanfälliger als die anderen.

Ein Aquaterrarium ist eigentlich nicht zu empfehlen da sind schon zuviele zum Leidwesen der Tiere dran gescheitert.
Einzig den Bändernattern würde ich ein großes mit vielen Trockenplätzen und auch sehr großzügig in der Höhe (ca. 100cm) zumuten.
Aber die Bändernattern sind wohl die scheuesten Vertreter von Thamnophis.
NeFeRuAnNa hat geschrieben:Das heißt also, es kann zwar in der Terrarienhaltung zur Paarung kommen, die Trächtigkeit erfolgt aber erst im nächsten Frühjahr. Es sei denn man überwintert gar nicht. Verstehe ich das so richtig?
Du hast richtig verstanden.

Meine Tiere paaren sich jedes Jahr im Herbst weil ich nicht Männchen und Weibchen getrennt halte, bei mir wohnen die Arten in einem Terrarium.
Kranke, Schwache oder Tieren den mal eine Auszeit gegönnt wird pflege ich dann natürlich in anderen Becken.
Es kommt auch schon mal vor das ein Weibchen im Herbst ansetzt dieses hält mich aber nicht davon ab sie in die Winterruhe zu schicken.

LG, Frank

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Beitrag von berlin84 » Mi Feb 22, 2012 14:33

@Tanio : meinste diese hier ? http://www.californiaherps.com/snakes/i ... a2sm04.jpg


Wie gross war den der Wasserteil von dem Becken deines Bekannten ?

Delakai

Beitrag von Delakai » Mi Feb 22, 2012 14:58

Moin Fabio,
Ich weiß ja nicht was in die gezeigten Becken deiner Nordamerikaanlage reinkommt und wie Groß die Tiere sind, aber riesig sehen die Becken jetzt auch nicht aus , oder werden die später auch noch verändert?


Diese Becken beinhalten ausschließlich Lampropelten, von denen keine den Meter knackt (ausgewachsen versteht sich). Lediglich mein brooksi-Weib hat 1.03m. Die Becken sind 120x65x65. Und wie ich schon geschrieben hatte, wenn ich merke, dass die Becken zu klein werden, werden die Tiere in größere gesetzt. Ich hab meine Thamnophen damals ja auch abgegeben weil ich ihnen ein größeres Becken nicht ermöglichen konnte.

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Exotenhausholzhausen
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Beitrag von Exotenhausholzhausen » Mi Feb 22, 2012 15:15

Frank hat geschrieben: Ich denke ich würde dann auch so bauen das ich eine zweite Möglichkeit habe darin etwas zu tun.
Da gibt es viele Gründe für wie etwa bei der Fütterung oder das absammeln von Jungtieren (welches manchmal dazu führt das die komplette Einrichtung neben mir liegt)und einiges mehr.
Richtig, deshalb baue ich persönlich "Kleinterrarien", an die ich nur von vorne komme nicht tiefer als 70 cm.
Da kann man noch problemlos drin arbeiten ohne sich ganz rein legen zu müssen.
Frank hat geschrieben:Ob man die Tiere dann sieht kommt zum einen auf die Art an oder wie das Terrarium steht die einen sind halt stressanfälliger als die anderen.

Ein Aquaterrarium ist eigentlich nicht zu empfehlen da sind schon zuviele zum Leidwesen der Tiere dran gescheitert.
Einzig den Bändernattern würde ich ein großes mit vielen Trockenplätzen und auch sehr großzügig in der Höhe (ca. 100cm) zumuten.
Aber die Bändernattern sind wohl die scheuesten Vertreter von Thamnophis.
Ich habe diesen ehemaligen Freund im Laufe der Jahre auch aus den Augen verloren.
Er hat dieses Tier aber schon vor unserem kennen lernen längers gehalten.
Der fest eingebaute Wasserteil war damals aber auch nicht übermäßig tief ins Terrarium ragend aber dafür fast über die komplette Breite gezogen.
Der Deckel war komplett offen und er hatte auch komplett trockene Zonen im Terrarium.
Es war zum damaligen Zeitpunkt eines der schönsten echt bepflanzten Terrarien die ich gesehen hatte, ist aber auch schon knapp 20 Jahre her.Es war auch sein Einzigstes dafür wirklich mit viel Hingebung betrieben.
berlin84 hat geschrieben:@Tanio : meinste diese hier ? http://www.californiaherps.com/snakes/i ... a2sm04.jpg


Wie gross war den der Wasserteil von dem Becken deines Bekannten ?
Es ist wirklich schon sehr lange her aber ich meine, sie hatte hatte grüne Flanken...
Ich kann es wirklich schlecht abschätzen aber heute würde ich sagen, der Wasserteil ging gut 3/4 über die komplette Breite und war vielleicht 25 cm von der Wassertiefe und selbiges in der Tiefe.
Darin lebten Guppys und Aquarienpflanzen.

Danke für die besser nachvollziehbare Längenschilderung, es ändert aber trotzdem nichts an meiner persönlichen Meinung, ist ja aber auch nicht wichtig, jeder soll seine eigene Meinung haben dürfen, das zeichnet ja auch einen eigenständigen Menschen aus;-).

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