Schlangenskelett

Diskussionen über Verbreitungsgebiete, Feldherpetologie und sonstige Belange der Ökologie und Biologie

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leonardgeorg
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Schlangenskelett

Beitrag von leonardgeorg » Fr Okt 19, 2012 17:17

Hallo liebe Schlangengrube,

Ich möchte euch mal etwas zeigen, was mich im letzten Jahr begleitet hat und immernoch nicht ganz fertig gestellt ist :D

Zur Geschichte:
Ich habe im September vor einem Jahr mit einem FÖJ (freiwilliges ökologisches Jahr) auf der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, einer der größten Auffangstationen für Wildtiere und Exoten in Norddeutschland, angefangen.
Ich denke es war so ca. November als mich Dr. Florian Brandes gefragt hat, ob ich nicht Lust auf ein Puzzle hätte, erstmal war ich skeptisch, puzzln ist nicht so ganz mein Ding, Modellbau hingegen schon und ich denke es gehört eher in diese Richtung ;)
Er hat sich von die Tierärztlichen Hochschule in Hannover mal eine Schlange fertig machen lassen, allerdings hat er es eher als fertiges Präparat für die Umweltpädagogik haben wollen... naja, die TiHo hatte super Arbeit geleistet und immer ca 20 Wirbel aufgefädelt und die passenden Rippen dazu in einzelnen Dosen sortiert, nur die Schwanzwirbel sowie der Schädel waren jeweils unsortiert (Schlangenschädel sind ja sehr beweglich und nur wenig starkt verknöchert, weshalb allein der Schädel aus ca. 30 Einzelteilen Bestand.

Über Winter hatte echt abends viel Zeit und habe mich dann erstmal an den Kopf gemacht:

Bild

Bild

Dieser war nach ca. 8 Arbeitsstunden fertig gestellt und ich habe mich mit weiteren ca. 20-25 Arbeitsstunden dem Rest gewidmet
Die Wirbel wurden von mir auf einen Draht aufgezogen und dann die Rippen mit einer Teigmasse fixiert und mit Sekundenkleber angeklebt, genauso auch die Wirbel natürlich zusammen geklebt.

und so sah es dann zwischenzeitlich aus:
Bild

Bilder im fertigen Zustand gibt es noch nicht, da ich noch ein paar kleine Änderungen daran vornehmen möchte, mir ist im Nachhinein einiges aufgefallen, was ich, wenn ich denn nochmal die Möglichkeit bekommen sollte ein solch schickes Tier zu Präparieren, anders machen werde ;)

Achso, Art unbekannt, aufgrund der Dicke und Länge tippe ich aber auf Python molurus bivitatus, länge ca. 2,30m und ich meine es waren irgendwas bei 300 Wirbeln :D

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Mr. Monk
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Beitrag von Mr. Monk » Fr Okt 19, 2012 17:51

Hallo leonardgeorg,

das sieht nach viel Arbeit aus! :-o
Hast du denn bestimmte Literatur, um die Knochen richtig zusammen
zusetzen?
Oder hast du das anderweitig gelernt?

Vielen dank!Für diesen gelungen Bericht, das ist mal wieder
was anderes hier in der Grube.

Weißt du vielleicht, wie die Tierärztlichen Hochschule die Knochen
behandelt hat? Das sieht mir sehr Professionell aus!

Schöne Grüße
Pascal
„Wenn du etwas weißt,sage es; wenn nicht, gib dies zu. Das ist wahres Wissen.“

leonardgeorg
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Beitrag von leonardgeorg » Sa Okt 20, 2012 0:04

Hallo Pascal,

also die Knochen waren nicht so schwierig, ist ja immer das selbe ;)
Ich habe im Prinzip nur mit Bildervorlagen aus dem Internet gearbeitet, deswegen sind auch noch ein paar kleine teile vom schädel übrig :D
aber ich denke das fällt nicht auf...

und ein Skelett fertig machen ist garnicht so schwer. Ich nehme an, die TiHo hat es nach dem normalen Prinzip mit tierischer Hilfe gemacht.
Es gibt nämlich so genannte Speckkäfer, die alles Organische bis auf die Knochen abfressen und danach kann man die Knochen mit Wasserstoffperoxid bleichen und schon siehts genauso aus ;)
Ich habe auf diese Weise auch schon den Schädel eines Jungfuchses präpariert, allerdings habe ich keine Käfer und die Natur hat das für mich übernommen, habe ihn erst im skelettierten Zustand gefunden.

Allerdings werde ich demnächst auch ein paar Speckkäfer bekommen und versuche mich dann mal an ein paar Vogelschädeln :)

Viele Grüße
Leonard Georg
!
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