Wo finde ich in der nähe von Gelsenkirchen Schlangen?

Diskussionen zu sonstigen Bereichen der Herpetologie

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KingAS
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Beitrag von KingAS » Fr Mai 25, 2012 9:41

So langsam wirds aber zu nem richtigen Kopfweh Thread..naja, Grube halt :roll:

Und noch btw....um einem interessierten Kind ein Naturerlebnis zu gönnen welches sicherlich äußerst positiv zu werten ist, gibt es sicher deutlich bessere Wege als über die Verbreitungsinfos in der Schlangengrube solche Tiere zu finden, z.B. evt. einfach mal beim örtlichen Naturschutz nachfragen !?

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vampyr
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Beitrag von vampyr » Fr Mai 25, 2012 9:52

Meine Meinung zum Thread Ersteller:

><((((º>

Zu den übrigen Aussagen . . . naja, es verhält sich in der Regel so, wie KingAS es beschrieben hat, einer kommt vorbei und stört gelegentlich, aber je mehr Leute ein Biotop kennen um so mehr nimmt das Biotop schaden . . . ich kenne beispielsweise eine Population Bombina variegata die aus genau diesem Grund erloschen ist!
Ganze Schulwandertage wurden in das Biotop geführt, das ganze wurde sogar von der Naturschutzbehörde unterstützt! Auf einmal bemerkte man, daß die Tierchen immer weniger wurden, bis sie schließlich komplett abwanderten . . . ich weiß, wo sich diese Tierchen noch aufhalten, würde aber nen Teufel tun, dies öffentlich bekannt zu geben . . .
Solche Beispiele gibt es leider recht viele, in einer bekannten Zeitschrift wurde dieses Problem in der letzten Zeit auch recht gut beschrieben . . . von daher: Schacht zu!

Gruß vampyr
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Delakai

Beitrag von Delakai » Fr Mai 25, 2012 10:09

Mit der Veröffentlichung von Populationen seltenerer und für die Terraristik attraktiverer Arten (Würfelnatter, Kreuzotter, etc.) sollte man aber durchaus vorsichtiger sein.
Na da beisst die Maus natürlich den Faden ab :roll:
Bei Ringelnattern is es weniger dramatisch als bei anderen heimischen Tieren.. der Satz des Tages :roll:
Wie Thorsten schon sagte - der Schuss geht gewaltig nach hinten los wenn man nicht aufpasst. Wenn selbst die Naturschutzbehörde
für solche Fälle verantwortlich ist, muss ein Fachforum nicht auch noch seinen Senf dazu beitragen

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Mai 25, 2012 10:45

Ich habe den Eindruck, dass die meisten hier recht wenig draußen sind und letztendlich keine echte Vorstellung davon haben, wie und wo unsere heimischen Reptilien und Amphibien so verbreitet sind bzw. wie häufig die einzelnen Arten sind. Bollerich hat zwei bereits mit diversen Störwirkungen erheblich vorbelastete Vorkommen genannt, in denen sich die Ringelnattern offenbar trotz Störkulisse zurecht finden. Was auch nicht ungewöhnlich ist für Ringelnattern in aquatischen Habitaten, da die Tiere bei Störung in aller Regel ins Wasser flüchten und sich damit in Sicherheit begeben.

Das von Vampyr genannte Beispiel lässt sich kaum auf die Ringelnatter übertragen, da die Unken aufgrund des besiedelten Gewässertyps und dem unzureichenden Fluchtverhalten viel störungsempfindlicher sind. Ringelnattern besiedeln stark gestörte Habitate, wie zum Bespiel Badeseen, ohne Probleme.

@ KingAs: Die Mitarbeiter der UNB haben für sowas keine Zeit. Eine sinnvolle Empfehlung wäre es, sich an einen Naturschutzverband zu wenden und das Exkursionsangebot zu nutzen.

@ Delakai: "Satz des Tages" Du bist offenbar nicht zu sachlicher Diskussion befähigt. Und wenn Dir der Unterschied bezüglich Empfindlichkeit/Schutzwürdigkeit zwischen Ringelnatter und den anderen von mir genannten Arten nicht klar ist, gilt Satz eins dieses Posts in besonderer Weise für Dich. Deine unzureichenden feldherpetologischen Kenntnisse hast Du hier bereits bewiesen, als Du ohne zu Zögern einen Teichmolch als Gecko bestimmt hast...

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KingAS
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Beitrag von KingAS » Fr Mai 25, 2012 11:11

Recht_und_Ordnung hat geschrieben:Eine sinnvolle Empfehlung wäre es, sich an einen Naturschutzverband zu wenden und das Exkursionsangebot zu nutzen.
Nichts anderes hab ich gesagt ;-) (oder eben gemeint :-) )

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vampyr
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Beitrag von vampyr » Fr Mai 25, 2012 11:19

Damit hier nichts falsch verstanden wird: ich bin von Naturbiotopen ausgegangen und nicht von Badeessen oder dergleichen.
Das Natrix natrix auch in stark gestörten Biotopen vorkommt und selbst Gärten am Randbereich der Ortschaften aufsucht, kann ich bestätigen zumal wenn ich aus meinem Fenster in meinem Büro schaue und Madame sich gerade wieder auf den großen Steinen an unserem Teich breit macht . . . :-D
Ich denke auch, daß die Suche nach Natrix natrix nicht unbedingt die Frage sein sollte, da diese zum Glück mit unserer Bauwut halbwegs zurecht kommen . . . andere Tiere tun dies aber leider weniger, von daher bin ich strickt gegen eine Nennung von Biotopen im Internet.

Gruß vampyr
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Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Mai 25, 2012 11:28

@ KingAS: Dann sind wir uns ja einig ;-)

@ vampyr: Ich haber mich nur daran gestört, dass Bollerich Vorwürfe wegen der genannte Vorkommen gemacht wurden, obwohl diese eben KEINE naturnahen Biotope darstellen, sondern ohnehin gestörte Bereiche sind. Bei hochwertigen Biotopen bin ich ebenfalls grundsätzlich gegen eine Veröffentlichung im Internet.

Bollerich
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Beitrag von Bollerich » Fr Mai 25, 2012 14:58

Also, zunächst einmal möchte ich hier mal klarstellen, dass ich durchaus dazu bereit bin, meine Meinung zu ändern. Das einzige, worum ich gebeten habe, war die Stelle aus dem anderen Thread, an der die für diese Diskussion relevanten Aussagen losgehen. Niemand hat mir dies genannt, stattdessen waren mal wieder die neunmalklugen Mitglieder sehr engagiert, irgendwelche sinnfreien Kommentare abzugeben, ohne sehr wahrscheinlich selbst den Thread gelesen zu haben.
Manchmal Frage ich mich ob wir hier in einem Forum für die Kompensation von Minderwertigskeitskomplexen sind oder ob sich hier überwiegend erwachsene Mitmenschen unterhalten und gegenseitig helfen. Jeder soll hier seine Meinung sagen, wenn jemand es schlimm findet, dass ich die beiden Habitate genannt habe, ok, aber hier aus Prinzip gegen alles und jeden zu meckern ist einfach nur lächerlich, erst Recht wenn ich um eine kleine Anmerkung als Hilfestellung gebeten habe. Aber die Besserwisser- Alleskönner- Fraktion hat hier eh die Weißheit mit Löffeln gefressen!

Zum eigentlichen Thema: Ich habe zwei Habitate genannt, die von Besuchern mehr oder weniger überlaufen sind. Dennoch gibt es dort die Tiere. Wenn jetzt jemand gezielt dort hinfährt und von den ohnehin reichlich besuchten Beobachtungsposten aus sich die Tiere anschauen will (vorausgesetzt es gibt welche zu sehen), dürfte das wohl kaum Einfluss auf die dortige Schlangenpopulation haben. Nur weil dort ein paar Ringelnattern und mit viel Glück eine Kreutzotter zu sehen ist, wird es nicht zum Tourismusboom im Kohlenpott kommen. Vielleicht kommt tatsächlich ein Schlangeninterssierter pro Woche, dass macht dann 0.00000......1% Besucher mehr im Jahr. Ich kenne auch noch andere Biotope, welche sehr abgeschieden sind. Das man derartige Habitate nicht unbedingt im Internet preisgibt, ist klar.

Daher nochmal meine Meinung zusammengefasst für alle, die in mir den Zerstörer der letzten Biotope, den faulsten Leser aller Zeiten und womöglich einen unverbesserlichen Schlangenjäger sehen:
1. Es wird sehr, sehr wenige geben, die ernsthaft mit dem Gedanken spielen, Schlangen aus der Natur fürs heimische Terrarium zu entnehmen. Die paar Bekloppten, die auch so entsprechende Fanggebiete kennen bzw. finden werden, dürften wohl keinerlei Einfluss auf den natürlichen Bestand haben. Ausserdem ist doch deutlich auffälliger, wenn jemand an einem beliebten Ausflugsziel Schlangen einfängt, als wenn er dies an einem abgeschiedenen Biotop praktiziert.
2. Nur weil ein Habitat bekannt gemacht wird, kommen die Schlangenfans nicht in Scharen angerannt. Bei bekannten Ausflugszielen wird die Zahl derer, die extra wegen möglichen Schlangensichtungen anreisen, im Verhältnis zur normalen Besucherzahl so gering sein, dass es keinen Einfluss aufs Habitat hat.
3. Abgeschiedene Orte, an denen die Tiere leben, sollten nach Möglichkeit tatsächlich unbekannt bleiben, um den menschlichen Einfluss weitestgehend außen vor zu lassen.

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KingAS
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Beitrag von KingAS » Fr Mai 25, 2012 18:19

Gut, dann haben wir jetzt wohl 2 Möglichkeiten...

1: Grubenstyle Sinnlosdiskussion über die nächsten 10 Seiten was wäre wenn und Terrarianer würden sowas sowieso nie machen...und bla bla bla

2: Einfach einsehen das umso mehr Leute von den Tieren wissen, dass potentielle Risiko steigt das die Population verschwindet (mal so salop formuliert) und im Zweifel für den Angeklagten, im Sinne der Tiere zu entscheiden und solche Dinge nicht zu veröffentlichen.

Viel Spaß :-D

Bollerich
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Beitrag von Bollerich » Fr Mai 25, 2012 18:37

Ich gebe dir grundsätzlich Recht, dass das Risiko für die Tiere steigt, nur sehe ich es als sehr, sehr gering, solange wie es sich um von Besuchern stark üb erlaufende Gebiete handelt, da, wie bereits erwähnt, die Schlangeninteressierten allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Auf der anderen Seite geht mancher vielleicht auch verantwortungsvoller in den entsprechenden Gebieten vor (verhält sich ruhig, entsorgt keinen Müll etc.), wenn er weiß, welche Tiere dort leben (ich weiß, ist sehr optimistisch gedacht).

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