Wildtyp Dominant ?

Diskussionen zu sonstigen genetischen Aspekten bei der Zucht

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Traxx
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Wildtyp Dominant ?

Beitragvon Traxx » Di Mai 27, 2008 12:38

Hi

ich hab mal eine ganz blöde Frage, wie vererbt sich der Wildtyp ?

Dominan, CoDominant, rezessiv ?

CoDominant würde ich jetzt mal ausschließen da es ja keine Superform vom Wildtyp gibt. Bild

Rein von der Logik her müsste der Wiltyp Dominant sein.

mfg

sui
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Beitragvon sui » Di Mai 27, 2008 13:37

Wenn du codominant schon auschlossen hast, bleibt nur die Frage, was wäre, wenn die Vererbung rezessiv erfolgen würde. Dann wäre der wildtyp warscheinlich ziemlich selten... :-)

/dev/null
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Beitragvon /dev/null » Di Mai 27, 2008 15:18

Ich glaub ich steh im Wald...

Wildtyp ist generell weder dominant noch rezessiv noch codominant. Er verhält sich so, jenachdem was sein Gegenüber ist.

mfg
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chalepoxena
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Beitragvon chalepoxena » Di Mai 27, 2008 15:39

Ich denke, hier muss erst einmal eine Definition des Begriffs erfolgen.
Ist mit Wildtyp die Wildform des Tieres gemeint, also das ganze Genom, wie das Lebewesen in der Natur vorkommt? Man kann bei einzelnen Genen auch von Wildtyp-Allelen sprechen, also jedes Gen für sich hat ein Wildtyp-Allel und z.B. ein oder mehrere abweichende Allele (Mutationen). Bei Farben heisst der Wildtyp wildfarben. usw. Die Bezeichnungen dominant, rezessiv usw. verwendet man für Allele bei der Vererbung.

/dev/null
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Beitragvon /dev/null » Di Mai 27, 2008 16:40

Wie kann man soviel schreiben und doch nichts sagen?

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Traxx
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Beitragvon Traxx » Di Mai 27, 2008 18:00

chalepoxena hat geschrieben:Ich denke, hier muss erst einmal eine Definition des Begriffs erfolgen.
Ist mit Wildtyp die Wildform des Tieres gemeint, also das ganze Genom, wie das Lebewesen in der Natur vorkommt? Man kann bei einzelnen Genen auch von Wildtyp-Allelen sprechen, also jedes Gen für sich hat ein Wildtyp-Allel und z.B. ein oder mehrere abweichende Allele (Mutationen). Bei Farben heisst der Wildtyp wildfarben. usw. Die Bezeichnungen dominant, rezessiv usw. verwendet man für Allele bei der Vererbung.


Ich mein doch die Wildfarbe

/dev/null hat geschrieben:Wildtyp ist generell weder dominant noch rezessiv noch codominant. Er verhält sich so, jenachdem was sein Gegenüber ist.


Das kann ich mir so jetzt nicht ganz vorstellen.

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Kathy
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Beitragvon Kathy » Di Mai 27, 2008 18:19

Traxx hat geschrieben:Das kann ich mir so jetzt nicht ganz vorstellen.


Wieso nicht? Wenn Pastel zB Co-dominant ist das auch gleichzeitig eine Aussage über das Wildtypallel....

zB nehmen wir mal an Amelanismus ist rezessiv: Dann wäre demantsprechend das Wildtypallel dominant, oder? Wenn Amelanismus aber dominant wäre, muss das entsprechende Wildtypallel ja rezessiv sein.

Du musst Dir das ja so vorstellen: Wildtyp ist nicht ein einzelnes Gen sondern das Gegenüber deines Farbmorphallels. Ergo by Spider ein Zeichnungsallel und bei Amelanismus ist es ein Pigmentierungsallel.

Ganz einfach eigentlich ;-)

LG Kathy

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Beitragvon Wuppnwech » Di Mai 27, 2008 18:32

Kann eine "Boa het für Boa" sein?
Oder ein Königspython "het für Python regius?"

Der Wildtyp verhält sich neutral, weder dominant noch rezessiv.
Sozusagen als "0" in einer Additionsrechnung bzw. "1" in einer Multiplikation.

Die dem Wildtyp gegenüber veränderten Gene sind die Variablen, welche Ergebnisse zu 0 oder 1 ändern.
zB nehmen wir mal an Amelanismus ist rezessiv: Dann wäre demantsprechend das Wildtypallel dominant, oder?

So würde ich das nicht definieren.
Es wäre dominant(er) gegenüber dem einem Amelanismus-Gen.
Es wäre aber nicht generell dominant wie z.B. ein Spider-Gen.

Wenn wir in der Mathematik nur ganze Zahlen sehen könnten (schliesslich können wir ja auch nur phänotypisch veränderte Genetik erkennen und nicht versteckte Gene),
und ein rezessives Allel hätte den Wert 0,4,
dann wäre im heterozygoten Fall die Rechnung: 0 (Wildtyp) + 0,4 (Amelanismus) = 0 (kaufmännisch gerundet).
Im homozygoten Fall wäre die Rechnung 0,4 + 0,4 = 1 (kaufmännisch gerundet)
Ersetze im dominanten Fall (z.B. Spider) den Wert 0,4 durch 0,5.
und im co-dominanten Fall (Pastel?) durch z.B. 0,8

Wäre "Wildtyp" generell dominant oder rezessiv (also größer "0"), dann wäre es sicher Interessant, was bei Spider so raus käme ;-)

Ich hoffe, nicht zu sehr verwirrt zu haben :D
Ist auch nur ne Spielerei ohne Anspruch darauf, Ernst genommen zu werden ;-)
Viele Grüße
Manfred Dorka

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Beitragvon 0815 » Di Mai 27, 2008 18:48

Wuppnwech hat geschrieben:Der Wildtyp verhält sich neutral, weder dominant noch rezessiv.


Weder noch, er verhält sich rezessiv zu dem einen anderen Gen und dominant zu einem möglichen anderen.
Mit rezessiv und dominant bzw. intermediär ist das Verhalten der Gene untereinander gemeint. Sprich wenn man 2 rezessive Gene für dasselbe Allel zu dem Wildtyp-Gen hätte, werden diese untereinander auch dominante/rezessive oder intermediäre Beziehungen haben.

Gruß
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Beitragvon 0815 » Di Mai 27, 2008 18:50

Kathy hat geschrieben:
Traxx hat geschrieben:Das kann ich mir so jetzt nicht ganz vorstellen.


Wieso nicht? Wenn Pastel zB Co-dominant ist das auch gleichzeitig eine Aussage über das Wildtypallel....


Nein! Es ist keine Aussage über ein Gen, es ist eine Aussage über die Beziehung 2er Gene zueinander!

Gruß
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