Nigrita Vergesellschaftung

Diskussionen zu Königs- und Kettennattern der Gattung Lampropeltis.

Moderator: Forenteam

Antworten
timt34722
Mitglied
Beiträge: 2
Registriert: Fr Okt 21, 2016 19:43

Nigrita Vergesellschaftung

Beitrag von timt34722 » Fr Okt 21, 2016 19:55

Hallo,
ich habe einiges gelesen über die Vergesellschaftung von Königsnattern und weiß über die Risiken ect.
bescheid. Ich habe 1,2 Nigritas und denke um so äter sie werden um so schwerer wird eine evtl. Vergesellschaftung.
Hat einer von Euch gezielt bei Nigritas Erfahrungswerte? Darüber hinaus würde mich interessieren ob ihr gezielt für diese Unterform von charakteristischen Merkmalen (nervös, hektisch ect.) berichten könnt. Zum Beispiel im Vergleich mit einer
Tangerine.
Danke vorab.

Spielverderber
Mitglied
Beiträge: 1952
Registriert: Sa Okt 12, 2013 18:20

Re: Nigrita Vergesellschaftung

Beitrag von Spielverderber » Sa Okt 22, 2016 1:12

Ich würde mit Lampropeltis californiae (die ehemalige Unterart L. getula nigrita zählt jetzt zu dieser Art) keine längerfristigen Vergesellschaftungsversuche wagen. Weder mit Jungtieren, noch mit adulten. Selbst bei kontrollierten Verpaarungen können kleinere und somit potentiell fressbare Tiere derart panisch reagieren, daß eine zügige Trennung unumgänglich ist. Natürlich sind nicht alle Exemplare so, und es werden auch nicht alle versuchen ihre Artgenossen zu verspeisen. Da solche Fälle aber sehr wohl bekannt sind, von einer Dunkelziffer ganz zu schweigen, gehe ich selbst kein Risiko ein und wähle die Einzelhaltung. Verpaarungen ja, dauerhafte Paar- oder Gruppenhaltung nein.

Tangerine ist übrigens nur eine Farbform, keine Art oder Unterart und schon gar keine Unterform. Lampropeltis abnorma (ehemals L. triangulum hondurensis, jedenfalls gehe ich mal davon aus, Du meinst die dort gängige Farbform tangerine) empfinde ich als deutlich nervöser als californiae bzw. den (ehemaligen) getula-Komplex. Meine abnorma versuchten sich eher aus allen Situationen herauszuzappeln, jedoch nie zu beissen. Meine getula/californiae waren unterschiedlich - die einen handzahm, auch wenn ich den Begriff nicht mag. Die anderen waren zwar auch relativ ruhig, neigten aber zum beissen und entleeren des Darmes.

timt34722
Mitglied
Beiträge: 2
Registriert: Fr Okt 21, 2016 19:43

Re: Nigrita Vergesellschaftung

Beitrag von timt34722 » Sa Okt 22, 2016 9:53

Danke für die Antwort, spannend!Ich werde bei der Einzelhaltung bleiben.

Können evtl. andere Halter über weitere Erfahrungswerte was Eigenheiten angehen berichten?

Njoerchie
Mitglied
Beiträge: 318
Registriert: So Jan 03, 2016 16:00

Re: Nigrita Vergesellschaftung

Beitrag von Njoerchie » Mi Okt 26, 2016 22:31

Theoretisch könnte man Tiere aus dem ehemaligen Lampropeltis getula-Komplex miteinander vergesellschaften. In den meisten Fällen geht es gut, in wenigen Fällen kommt es zu Übergriffen.
Ich würde die Tiere jedoch weiterhin getrennt halten, das Risiko wäre mir zu groß. Selbst wenn alle Tiere schon jahrelang zusammenleben und alle Tiere gleich groß sind, kann es plötzlich nach Jahren zu einem Übergriff kommen.

Die einzigen beiden Arten die ich auch dauerhaft zusammenhalte sind L. pyromelana und L. knoblochi. Bei diesen beiden Arten können die Tiere auch unterschiedlich groß sein, es passiert nichts innerhalb der Gruppe.
Das einzige worauf man hier achten muss ist, dass auch jedes der Tiere zu fressen bekommt. Manchmal schnappen sich die einen noch das Futter der anderen mit weg, hier muss ich dann trotzdem zum Füttern trennen. ;-)

Was L. getula angeht...manche sind neugierig, manche eher scheu; manche sind "handzahm" und beißen nie (selten!), andere beißen zwischendurch einfach mal zu um Dir zu zeigen "Das gefällt mir nicht" oder "Hmm...könnte Beute sein!" ;-)

Ansonsten sind sie ebenso einfach zu pflegen wie Kornnattern...aber Du musst auch eine leichte Überwinterung einplanen, die haben sie in ihrem Lebensraum ebenso.

VlG, Jörg

Antworten