Die Qual der Wahl und Hilfe erbeten...

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S.J.
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Die Qual der Wahl und Hilfe erbeten...

Beitragvon S.J. » Fr Apr 20, 2012 21:49

Sears erstmal!

So nächste Woche soll es endlich losgehen und ich will mich an mein
Regenwaldterrarienprojekt für Frösche machen.

Das Terrarium wird eine Fläche von (BxTxH)160 x 60 x 80 cm aufweisen.
Platz wäre genug und ich liebe einfach Schauterrarien in denen es nur so
grünt und blüht.

Reich bepflanzt soll es werden und je nachdem wie ich mich entscheide mit
Wasserfall im Becken. Mir ist bewusst dass so ein Wasserfall
eine echte Dreckschleuder sein kann, wenn sie nicht vernünftig
umgesetzt wird. Bevor ich damals mit der Terraristik anfing
habe ich mich reichlich in der Aquaristik ausgetobt und weiss wie man
ein Wasserbiotop stabil hält. Der Wasserfall wird jedenfalls über einen
externen Wasserfilter von Eheim, abgeregelt, gespeist und gefiltert.
Das darunterliegende Wasserbecken umfasst gut 58 Liter und wird mit Pflanzen
wie Efeutute, von aussen nach innen rankend, Holz und Steinstücken mit Javamoos
und Javafarn bepflanzt....

Im Terrarium wollte ich Bromelien, Efeutute und Spathiphylla verwenden.
Anregungen in Sachen verwendbarer Pflanzen bin ich nie von abgeneigt.. ^^


Jetzt zum eigentlichen Problem.

Ich bin ein absoluter Fan des Korallenfingers, Litoria caerulea.
Nun haben wir jedoch auch Bilder vom Amazonas Milchfrosch gesehen
und der fasziniert uns nicht minder.

Der eindeutigere Eyecatcher ist der Amazonas Milchfrosch.
Mich schreckt jedoch die Aussage ab, dass das von ihm abgesonderte
Sekret bei Kontakt zu schlimmeren Hautirritationen und bei Kontakt
mit den Augen zu temporär anhaltendem Sehverlust führen kann,
wie auch einer Trübung der Augen. So viel habe ich bis dato zu
diesem Frosch auch noch nicht herausfinden können und würde mich
über Kontakt zu Haltern dieser Art freuen, damit man sich austauschen
könnte wie der tägliche Umgang sich mit dieser Art gestaltet.


Der problemlosere Pfegling ist ja nun der Korallenfinger mit dem
ich mich schon eindeutiger befasst habe.
Da wurde von sehr schnell, sehr zahmen Verhalten gesprochen, dass
diese Tiere ihre Pfleger schnell erkennen und von sich, wahrscheinlich mehr
aus Fresslust spekulier ich jetzt mal, selbigem nähern.
Ich muss sagen, das finde ich natürlich ansprechend,
zumal mir bis jetzt keine solchen Reaktionen wie die des Amazonas Milchfrosches,
auf die Sekretabsonderung des Korallenfingers untergekommen sind
und dieser nun ruhiger als der Südamerikaner zu sein scheint,
wobei dies nun auch wieder ein kleiner Abzug in der "Punktewertung" geben würde.

Na ja und ich kenne eben meinen Sohnemann.
Der will den "Froschi", selbstverständlich unter Aufsicht, natürlich auch
mal auf die Hand nehmen dürfen... Daher würde der Südamerikaner natürlich wegfallen.
Aaaber es gibt ja auch Handschuhe, die man benutzen kann und Finger waschen ist das
A und O. Vorher und nachher.


Fakt ist ich bräuchte dringend gute Literatur und ich bin bis dato noch nicht
wirklich fündig geworden, nein auch nicht über google.

Vielleicht gibt es ja sowas wie eine Froschfibel der Terraristen.
Ein Geheimtipp?

Letztendlich bleibt mir ja zum Glück noch Zeit bis die Tiere tatsächlich einziehen.
Das Terrarium braucht ja erstmal die Einlaufphase und die Pflanzen sollen
anwachsen und das Wasserbecken die nötige Stabilität erreichen.

Bei Interesse stelle ich gerne Entwicklungsbilder des Beckens ein.

Tja schlussendlich, bleibt mir nur die Qual der Wahl...

wie würdet ihr entscheiden?


Liebe Grüße,

Sanna
Ich bin ein PETA ! Ein Mitglied der "People Eating Tasty Animals"- Organisation !

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knabber0815
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Beitragvon knabber0815 » Di Mai 01, 2012 9:53

Hallo Sanna,

zunächst mal wirst du mit dem Trivialnamen bei Google weniger erfolg bei der Suche haben als mit dem Suchbegriff Trachycephalus resinifictrix. Der gängigere Trivialname ist auch eher Baumhöhlenkrötenlaubfrosch.

Froschfreunde hatten die Tiere Jahrelang ohne irgendwelche Zwischenfälle, mir ist auch nichts bekannt und die Tiere sind recht verbreitet in der Terraristik.

Generell würde ich nach jedem Kontakt mit Amphibien die Hände waschen bevor ich diese in Richtung Schleimhäute bewege ;)

Generell würde ich jedes Anfassen der Amphibien soweit als möglich vermeiden, nicht um mich selbst (oder in deinem Fall den Filius) zu schützen, sondern um die sehr empfindliche Amphibienhaut vor unsrer Haut (Säuren und Bakterien) zu schützen.

Ich würde empfehlen zunächst eine Tierart auszuwählen und nach dessen Bedürfnissen einzurichten. Der Wunsch der Optik willen einen Wasserfall im Terrarium haben zu wollen ist sicher nachzuvollziehen, es nützt aber nichts wenn man Tiere einsetzt bei denen dieser dann eher Nachteilig ist weil sie eine eher geringere Luftfeuchte mögen.

Beide Frösche deiner Wahl sind alles andere als "zärtlich" zur Umgebung, ich gehe aber davon aus das die bei den Litoria eine schöne Bepflanzung deutlich weniger gelingen wird als bei den BHKLs.
Wenn das Terrarium schön bepflanzt sein soll, du sprichst von einem Schauterrarium, könntest du zu kleineren Alternativen greifen -
Hyperolius beispielsweise (riggenbachi z.b. sind recht hübch gefärbt und werden bei der Fütterung auch schon in den Abendstunden, bei noch eingeschaltetem Licht aktiv) - Bei diesen kann man das Terrarium mit auch feinen Pflanzen bestücken, ohne das sie beim klettern alles zerpflücken.

Bei den resininifictrix kann es wohl Probleme bei der Aufzucht geben, wenn man unterschiedlich grosse Jungtiere aufzieht, das die Kleineren zurückbleiben im Wachstum - das ist allerdings nur Hörensagen.

schöne Grüsse
Dirk

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